"Wall Street Journal"

Apple arbeitet an billigerem iPhone

09.01.2013
Die Gerüchte über ein billigeres iPhone bekommen neuen Auftrieb.
Das aktuelle iPhone 5 hat ein teures und aufwendig zu fertigendes Alugehäuse.
Das aktuelle iPhone 5 hat ein teures und aufwendig zu fertigendes Alugehäuse.
Foto: Apple

Nach Informationen des "Wall Street Journal" arbeitet Apple an einer günstigeren Variante und könnte das Gerät noch in diesem Jahr auf den Markt bringen. Der Preis könne unter anderem mit einem Gehäuse aus Plastik statt Aluminium wie beim aktuellen iPhone 5 gesenkt werden, hieß es unter Berufung auf eingeweihte Personen. Das Innenleben könne teils gleich sein; teils könnten auch Komponenten aus älteren iPhone-Modellen genutzt werden.

Schon seit mehreren Jahren tauchen immer mal wieder Spekulationen über ein günstigeres iPhone auf, mit dem Apple vor allem den Marktanteil in den boomenden Schwellenländern ausbauen könnte. Doch Apple verfolgte stattdessen bisher die Linie, einfach die vorherigen iPhone-Modelle günstiger anzubieten, wenn ein neues herauskam. Das bremste zwar eventuell die Marktanteile, steigerte aber die Profite. Das trug auch zu dem Geldberg von rund 120 Milliarden Dollar bei, auf dem der Konzern sitzt.

Inzwischen ist Apple jedoch insbesondere durch den Erfolg von Samsung mit seinen Android-Smartphones in Zugzwang geraten. Einfache Handys werden schnell von Smartphones abgelöst - und wer die Kunden jetzt für seine Plattform gewinnt, könnte viele von ihnen auch länger behalten. Im dritten Quartal steckte der iPhone-Marktanteil bei 15 Prozent fest. Etwa jedes dritte Smartphone kam von Samsung, auch weil die Südkoreaner eine breite Modellpalette mit diversen günstigen Geräten haben. Im vierten Quartal dürfte Apple dank dem iPhone 5 zwar etwas aufgeholt haben - in den boomenden Wachstumsmärkten von Ländern wie China, Indien oder Brasilien sind aber weiterhin vor allem günstige Smartphones gefragt.

Apple spiele schon länger mit dem Gedanken eines Einstiegs-iPhone, bestätigte die Zeitung frühere Gerüchte. Der Plan könne allerdings am Ende auch fallengelassen werden. Apple selbst äußerte sich wie üblich nicht zu derartigen Spekulationen. (dpa/tc)

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