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APC zeigt USV mit Brennstoffzellen

15.06.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - American Power Conversion (APC) hat Anfang der Woche eine unterbrechungsfreie Stromversorgung für Rechenzentren vorgestellt, die mit Brennstoffzellen arbeitet. Das "InfrastruXure with Integrated Fuel Cells" passt in einen 42U hohen Schrank und liefert mit Wasserstoff als Antriebsgas bis zu 30 Kilowatt Leistung. Es kostet nach Angaben des Produkt-Managers Bill Hunt zwischen 50.000 und 100.000 Dollar und zielt auf Data Center, die ungeeignet für den Einsatz von Generatoren sind (etwa in Hochhäusern) und längere Laufzeiten benötigen als sie klassische USVs liefern können.

Die Lösung enthält bis zu drei 10-KW-Brennstoffzellen, einen Trafo zum Herunterregeln der Spannung auf Geräteniveau und eine via Browser zugängliche Managementkonsole. Ebenfalls enthalten ist eine klassische Akku-USV. Diese überbrückt die Zeit bis zur vollen Leistung der Brennstoffzellen (etwa 20 Sekunden) und fängt Leistungsspitzen ab.

Angetrieben wird das InfrastruXure-System über Wasserstoffgas aus handelsüblichen "T-Zylindern". Diese müssen außerhalb des Gebäudes untergebracht und über Edelstahlleitungen angeschlossen werden. Ein Zylinder reicht für 79 Minuten Betrieb einer 10-KW-Einheit. Für das in den Brennstoffzellen entstehende Abfallprodukt Wasser muss ein Abfluss oder Behälter vorhanden sein. APC plant hier bereits eine Lösung, die das "Abwasser" automatisch entsorgt. (tc)