Tool für Datenträgerverwaltung

Aomei Partition Assistant - Partitionen nach Wunsch einrichten

Thomas Rieske arbeitet seit Oktober 2002 als freiberuflicher IT-Fachjournalist und Autor. Zu den Themenschwerpunkten des Diplom-Übersetzers zählen unter anderem Computersicherheit, Office-Anwendungen und Telekommunikation.
Oft ist es praktisch, für ein weiteres Betriebssystem oder mehr Platz für Daten die Partitionierung der Festplatte zu ändern. Der Aomei Partition Assistant verspricht, die neue Raumaufteilung komfortabel und ohne Datenverlust vorzunehmen.

Funktionalität: Das Partitionierungswerkzeug Aomei Partition Assistant ist in verschiedenen Varianten für Windows erhältlich. Schon die kostenlose Standardversion bietet alle Funktionen, um Partitionen zu erstellen, zu überprüfen, zu formatieren oder zu löschen. Außerdem lassen sie sich zusammenführen, splitten und kopieren, und auch die Größe und Position kann der Nutzer an seine Wünsche anpassen. Das Tool unterstützt als Datenträger Festplatten, SSDs und USB-Medien, die sowohl das klassische MBR- als auch das neuere GPT-Partitionierungssystem verwenden können.

Der Aomei Partition Assistant kommt mit allen Windows-Dateisystemen sowie ext2 und ext3 von Linux zurecht. Ein Konverter ermöglicht die Umwandlung von FAT32 in NTFS und umgekehrt. Die Konvertierung einer MBR- in eine GPT-Festplatte ist ebenfalls möglich, lässt sich allerdings nur dann durchführen, wenn es sich nicht um die Systemdisk handelt. Das Tool bietet darüber hinaus an, ein unter WinPE laufendes Rettungsmedium in Form einer Boot-CD oder eines startfähigen USB-Sticks zu erstellen. Das gelingt aber nur, wenn man zuvor Microsofts kostenlos verfügbares Windows Automated Installation Kit (AIK) auf dem PC installiert hat.

Im Unterschied zur Basisversion kommen die kostenpflichtigen Editionen zusätzlich mit dynamischen Volumes inklusive RAID 5 zurecht, können primäre und erweiterte Partitionen konvertieren sowie freien Platz auf einer Partition für eine andere bereitstellen. Die Server-Editionen ab 139 US-Dollar lassen sich zudem unter Windows Server betreiben. Das gilt ebenfalls für die 389 US-Dollar teure Unlimited Edition, die man außerdem innerhalb eines Unternehmens unbegrenzt einsetzen darf.

Neue Raumaufteilung: Partitionen lassen sich bequem über einen Schieberegler oder durch direkte Angabe der Größe anpassen.
Neue Raumaufteilung: Partitionen lassen sich bequem über einen Schieberegler oder durch direkte Angabe der Größe anpassen.

Installation: Das Tool lässt sich bequem per Assistent installieren, der nach dem Aufruf des heruntergeladenen Setup-Programms startet. Dessen Größe unterscheidet sich je nach Edition und reicht von 3,6 MByte für die Standardversion bis zu 14,4 MByte für die Server-Variante.

Bedienung: Beim ersten Aufruf erkennt das Tool, wenn ein zur Systemsprache passendes Sprachpaket vorhanden ist, und schlägt vor, es zu verwenden. Dieser in sehr holprigem Deutsch verfasste Dialog lässt nichts Gutes ahnen, was die weitere Übersetzung der Programmfunktionen betrifft. Daher sollten alle, die zumindest über grundlegende Englischkenntnisse verfügen, an dieser Stelle besser auf Nein klicken. Aber auch später noch kann der Anwender in der Menüleiste über Einstellungen die Sprache wechseln.

Ungeachtet dieser mangelhaften Lokalisierung findet man sich auf der grafischen Bedienoberfläche rasch zurecht. Unter der Menü- und Symbolleiste befinden sich im linken Teil des Programmfensters zwei zentrale Bereiche. Unter Assistenten sind häufig vorkommende Aufgaben aufgeführt oder solche, die unabhängig von der Auswahl einer bestimmten Partition funktionieren, etwa das Anlegen einer bootfähigen CD. Der Bereich darunter dient spezielleren Aufgaben für Datenträger und Partitionen. Die hier verfügbaren Einträge sind davon abhängig, welche Elemente der Benutzer im rechten Fensterbereich angeklickt hat. Dort ist zweigeteilt die Partitionsstruktur der vorhandenen Speichermedien sichtbar: einmal als Grafik und einmal in Tabellenform. Darüber hinaus lassen sich alle für eine Partition oder Disk zur Verfügung stehenden Operationen auch per Rechtsklick über das Kontextmenü der jeweiligen Komponente durchführen.

Unabhängig davon, auf welche Weise man die Funktionen aufruft, führt stets ein Assistent den User Schritt für Schritt durch die zu erledigende Aufgabe. Bei potenziell kritischen Aktionen, etwa wenn es darum geht, eine Partition zu verschieben oder ihre Größe zu ändern, macht das Tool darauf aufmerksam und empfiehlt vorab ein Backup der wichtigsten Daten.

Fazit: Der Aomei Partition Assistant ist eine einfach zu nutzende Software, die bereits in der kostenlosen Basisversion alles Notwendige für die Verwaltung von Partitionen mitbringt. Sie unterstützt Festplatten, SSDs und USB-Sticks und kommt nicht nur mit FAT(32) und NTFS von Windows, sondern auch mit den Linux-Dateisystemen ext2 und ext3 zurecht. Für den Einsatz im Business-Bereich empfiehlt sich der Griff zu einer der kostenpflichtigen Editionen, etwa um das Tool auf einem Server zu betreiben. (cvi)

Aomei Partition Assistant

Version:

5.2

Hersteller:

Aomei Technology

Download Link:

Aomei Partition Assistant - Download

Sprache:

Deutsch und andere

Preis:

Partition Assistant Standard/Lite: kostenlos. Partition Assistant Professional: 36 US-Dollar. Partition Assistant Server: 139 US-Dollar. Partition Assistant Unlimited: 389 US-Dollar. Partition Assistant Technician: 699 US-Dollar.

System:

Windows 2000 Professional / Windows XP / Windows Vista / Windows 7 / Windows 8. In den Server-Editionen zusätzlich Windows Server 2000 / 2003 / 2008, Windows Small Business Server 2003 / 2008 / 2011 und Windows Home Server 2011.

Alternativen:

EaseUS Partition Master, Acronis Disk Director, Parted Magic

Dieser Artikel basiert auf einem Beitrag der CW-Schwesterpublikation TecChannel. (mhr)