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AOL wirbt weiter mit "Internet zum Festpreis"

27.09.1999
Trotz einstweiliger Verfügung

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - AOL-Pressesprecher Frank Sarfeld zeigte sich angesichts der vom Konkurrenten Talkline erwirkten Einstweiligen Verfügung unbeeindruckt: "Wir fühlen uns nicht betroffen." Die Telefongesellschaft Talkline hatte beim Landgericht in Hamburg das Verbot für AOL erwirkt, mit dem Slogan "Internet zum Festpreis" für sein neues Tarifmodell zu werben (CW Infonet berichtete). Ab dem 1. Oktober verlangt AOL Deutschland für den Web-Zugang eine monatliche Grundgebühr von 9,90 Mark plus Telefon- und Online-Kosten von 3,9 Pfennig pro Minute sowie sechs Pfennig je Einwahl. Talkline bezeichnete diese Werbung als "Irreführung" der Verbraucher. Von einem Festpreis könne keine Rede sein, wenn der Preis für die Online-Nutzung von dessen Dauer abhängt, so ein Sprecher der Telefongesellschaft. Talkline zufolge drohen AOL bis zu 500 000 Mark Strafe oder eine zweijährige Ordnungshaft gegen

AOL-Geschäftsführer Uwe Heddendorp, sollte der Konzern den Slogan weiterverwenden.