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AOL und MSN gehen in die siebte Runde

16.10.2001
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MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Fast zeitgleich haben die Rivalen AOL Time Warner und Microsoft ihren Online-Services ein Update verpasst. Mit dem neuen Software-Client "AOL 7.0" will die Internet- und Medien-Company ihre bestehende Kundenzahl von 31 Millionen weiter ausbauen. Die Software wurde hauptsächlich um neue Services und Kommunikations-Tools erweitert. Sie enthält beispielsweise ein Update für den Service "You‘ve Got Pictures", mit dem Anwender Bilder von einer Digitalkamera laden, speichern und ausdrucken können. Mit dabei ist zudem ein Internet-Radio-Dienst namens "Radio@AOL", der Online-Ticket-Service "AOL Box Office" und neue Funktionen für AOLs "Instant Messenger", wie etwa die Möglichkeit, Nachrichten an eine Gruppe von "Buddies" zu senden.

Der neue AOL-Client steht in den USA ab dem heutigen Dienstagnachmittag zum Download auf der AOL-Website bereit. Die US-Flatrate kostet rund 24 Dollar. AOL Deutschland wird die deutsche Version in wenigen Monaten auf den Markt bringen.

Auch Microsoft hat seinen Web-basierten Online-Dienst MSN.com eine kosmetische Überarbeitung verpasst. Der Service, der in der Betaversion bereits zur Ansicht bereitsteht, soll jedoch erst am 25. Oktober aktiv sein, wenn das neue Betriebssystem Windows XP auf den Markt kommt. Das mit dem Namen "MSN 7.0" versehene Update enthält nun einen breiteren DSL-Internet-Zugang via MSN sowie einen Benachrichtigungsservice ".Net Alerts". Anwender können sich damit automatisch für sie interessante Informationen wie Nachrichten oder Börsenkurse zukommen lassen. Die Mitteilung kann dabei über PC, Handy oder Handheld erfolgen. Zu diesem Zweck hat Microsoft Kooperationen mit den Content-Providern wie "Money Central" und "Carpoint" geschlossen. Später sollen auch Benachrichtigungsdienste von McAfee Ebay dazukommen. Auch die MSN-Website wurde gründlich überarbeitet, um die

Ladezeiten zu reduzieren. MSN zählt derzeit rund sieben Millionen zahlende Mitglieder.

Die US-Flatrate für Microsofts MSN-Online-Service soll weiterhin rund 22 Dollar kosten, heißt es.