Analyse von Gartner

Anwender setzen auf BI für bessere Geschäfte

Spezialgebiet Business-Software: Business Intelligence, Big Data, CRM, ECM und ERP; Betreuung von News und Titel-Strecken in der Print-Ausgabe der COMPUTERWOCHE.
Die Verantwortlichen in den Unternehmen sehen Business Intelligence mehr und mehr als wirksames Tool, ihre Geschäfte effizienter abzuwickeln. Infolgedessen wird der BI-Markt in den kommenden Jahren stark zulegen, meldet Gartner.

Die hohen Investitionen in Software für Business Intelligence seien ein untrügliches Zeichen für die strategische Bedeutung des Themas, sagt Ian Bertram, Managing Vice President von Gartner. Die Marktforscher taxieren das Volumen des weltweiten BI-Marktes in diesem Jahr auf 10,8 Milliarden Dollar. Das würde ein Plus von 9,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr bedeuten. Auch in den kommenden Jahren sollen die Geschäfte mit BI-Lösungen weiter zulegen, wenn auch nicht mehr ganz so stark. Gartner rechnet dennoch bis 2014 mit Wachstumsraten hohen einstelligen Prozentbereich.

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Damit stellt das BI-Geschäft aus Perspektive der Gartner-Experten eines der schnellsten wachsenden Segmente des gesamten Softwaremarkts dar. Treiber seien zum einen die Softwarenanbieter, die Themen rund um Analysen und Business Performance Management stark in den Vordergrund rückten, aber auch die Endanwender, die BI-Projekte forcierten, in der Hoffnung, damit ihre Kosten zu senken und die Produktivität zu steigern.

Allerdings verliefen viele BI-Projekte in der Vergangenheit alles andere als reibungslos. Und auch heute noch haben die meisten Unternehmen ihre liebe Not mit den entsprechenden Softwarewerkzeugen, ergaben Untersuchungen verschiedener Marktbeobachter. Beispielsweise besagt eine Vergleichstudie des Beratungsunternehmens Actinium Consulting unter 230 Unternehmen aus dem deutschsprachigen Raum, dass vier von fünf befragten Firmen ihre BI-Maßnahmen schwer gefallen sind. Mehr als ein Drittel bewertete die damit verbundenen Anforderungen als sehr hoch, weiter 44 Prozent immerhin noch als hoch. Insgesamt stieg der Anteil der Unternehmen, die Schwierigkeiten im Umgang mit BI einräumten im Vergleich zum Jahr 2007 um zwölf Prozentpunkte. Dabei haben die Verantwortlichen neben Schwächen bei den Anforderungs- und Prozessanalysen auch mit Problemen bei der Auswahl von BI-Tools zu kämpfen. "Die BI-Maßnahmen sind häufig von vornherein zu komplex angelegt", sagt Actinium-Geschäftsführer Klaus Hüttl. "Außerdem wird die Ausrichtung zu sehr durch die technische Brille geplant und zu wenig an dem praktischen Nutzen orientiert."