Studie

Anwender hängen an ihrem alten Office

Karin Quack
Karin Quack ist als leitende Redakteurin für Themen rund um das IT-Management verantwortlich. Sie steht in engem Kontakt zu den CIOs und weiß, wo ihnen der Schuh drückt.  Privat interessiert sich Quack für den Fußball - vor allem der FC Barcelona hat es ihr angetan.
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Drei von fünf Unternehmen nutzen eine Softwareversion fünf Jahre oder sogar länger. Analysten halten das für fatal.

Wer es versäumt, seine IT-Infrastruktur up to date zu halten, läuft Gefahr, nicht nur der technischen Entwicklung, sondern auch dem Wettbewerb hinterherzulaufen, warnt das Marktforschungs- und Beratungsunternehmen Experton Group. Das gelte auch für die Ausstattung mit Office-Systemen, die heute nicht nur "plumpe" Textverarbeitung oder Tabellenkalkulation böten, sondern auch effizientere Kollaborations- und Arbeitsprozesse ermöglichten.

In dieser Beziehung schwant den Marktforschern nichts Gutes. Wie sie in einer aktuellen Studie herausgefunden haben, nutzen knapp 60 Prozent der Unternehmen mit mehr als 100 PC-Arbeitsplätzen eine Office-Version mindestens fünf Jahre lang. Jedes zehnte Untenehmen klebe sogar sechs Jahre oder länger an ein und derselben Softwaregeneration. Das bedeute, ein bis zwei Produktgenerationen würden regelmäßig übersprungen.

Axel Oppermann, Senior Advisor bei Experton
Axel Oppermann, Senior Advisor bei Experton

Axel Oppermann, Senior Advisor bei der Experton Group, sagt, warum das seiner Ansicht nach fatal ist: "Durch eine Verschleppung von Investitionen kommt es in Unternehmen, die Office-Systeme länger als dreieinhalb bis fünf Jahre einsetzen, fast zwangsläufig zu veralteten Arbeitsabläufen." Bei einer längeren Nutzung münde diese Festschreibung der Prozesse möglicherweise sogar in "verkrusteten" Organisationsstrukturen - gekennzeichnet durch schlechte Arbeitsprozesse, lange Durchlaufzyklen und eine geringe Flexibilität.

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