Anti-Toshiba-Front weicht langsam auf

26.02.1988

WASHINGTON (IDG) - Im Konflikt zwischen der US-Regierung und der japanischen Firma Toshiba zeichnet sich ein Kompromiß ab. Nur die Tochtergesellschaft Toshiba Machine Corp., die mit der Lieferung von nicht zum Ost-Export freigegebenen Produkten aus dem U-Boot-Bereich an die Sowjetunion den Stein ins Rollen gebracht hatte, soll künftig mit amerikanischen Sanktionen belegt werden. Diesen Vorschlag machten Teilnehmer einer Konferenz im Repräsentantenhaus.

Nun warten viele amerikanische DV-Hersteller, die Toshiba-Bauteile in ihren Produkten verwenden, darauf, daß dieser Kompromiß in eine Gesetzvorlage eingebracht wird. Dann müssen noch, das Plenum des Repräsentantenhauses, der Senat und Präsident Reagan zustimmen. Bis dahin gilt die Strafbestimmung, derzufolge unter anderem das US-Militär nichts beschaffen darf, das Toshiba-Komponenten enthält.