Führungstipp
Angezogen wie in der Disco

Foto: Julia Voss
Julia Voss, Geschäftsführerin der Unternehmensberatung Voss+Partner aus Hamburg, antwortet: " Gerade wenn Sie mit Ihrer Mitarbeiterin zufrieden sind, sollten Sie sie auf diesen ‚Makel` ansprechen - jedoch nicht unvermittelt, sondern erst, nachdem Sie sie (nochmals) für ihre Arbeit gelobt haben. Ich vermute, Ihrer Mitarbeiterin ist einfach nicht ausreichend bewusst, dass wir mit unserer Kleidung stets Botschaften aussenden und eine gewisse Wirkung beim Gegenüber erzeugen, und dass auch Sie als Unternehmer Ihren Kunden eine gewisse Botschaft vermitteln möchten - zum Beispiel: ‚Wir sind seriös.` Oder: ‚Uns können Sie vertrauen.` Und hierfür ist auch ein bestimmtes Erscheinungsbild Ihrer Mitarbeiter nötig - weshalb eine passende Kleidung unabdingbar ist.
Banker in Badehosen?

Foto: Fotolia, Yolanda Di Mambro
Verdeutlichen Sie Ihrer Mitarbeiterin den Zusammenhang zwischen Kleidung und Wirkung anhand von Beispielen. Fragen Sie sie zum Beispiel, welchen Eindruck sie von einer Bank hätte, in der die Angestellten mit Badehosen hinter den Schaltern stehen, oder was sie von einem vornehmen Restaurant halten würde, in dem die Kellner im Unterhemd die Speisen servieren. So können Sie Ihrer Mitarbeiterin recht schnell vermitteln, dass wir mit unserer Kleidung stets Botschaften an unser Gegenüber senden. Und so wie Sie Ihre Mitarbeiterin schildern, wird Sie danach für Ihr Anliegen Verständnis haben und ihr Verhalten ändern.
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