Die besten Hoaxes

Angelina Jolie adoptiert Bonsai-Katzen aus Nigeria

Alexander Freimark wechselte 2009 von der Redaktion der Computerwoche in die Freiberuflichkeit. Er schreibt für Medien und Unternehmen, sein Auftragsschwerpunkt liegt im Corporate Publishing. Dabei stehen technologische Innovationen im Fokus, aber auch der Wandel von Organisationen, Märkten und Menschen.
Erleben Sie Angelina Jolie nackt, sichern Sie sich die Millionen aus Nigeria, kaufen Sie ein Bonsai-Kätzchen: E-Mail ist eine echte Killerapplikation, wenn es um den Ernst bei der Arbeit geht.

Die Medien haben sich geändert, die Inhalte nicht: Früher wurden auf Jahrmärkten Freak-Shows veranstaltet, wo dem staunenden Publikum Monstrositäten wie die Dame ohne Unterleib, die Frau mit Bart oder der stärkste Mann der Welt vorgeführt wurden. Inzwischen hat sich die Zielgruppenansprache auf das Internet respektive die E-Mail verlagert, und auch hier wird mehr versprochen, als letztlich gehalten werden kann. Ein Lotteriegewinn, der reiche Politiker aus Nigeria und die schönsten Frauen der Welt sind nur einen Schritt entfernt.

Das Absurde an Hoaxes und Fallen ist, dass immer noch Menschen den Versprechungen erliegen und der offensichtlichen Spur folgen. Einer neuen Studie zufolge sollen knapp 30 Prozent der Befragten eingeräumt haben, schon einmal ein Produkt gekauft zu haben, das mittels einer Spam-Mail beworben wurde. Gelegentlich ist die Versuchung tatsächlich groß, einfach den Link in der E-Mail anzuklicken und sich auf eine glücksstiftende Erfahrung einzulassen. In diesen schwachen Momenten hilft es, sich der besten Hoaxes, Fallen und Versuchungen zu erinnern, die das Internet bislang hervorgebracht oder aus alten Medien kopiert hat. Und in der Tat sind einige Hoaxes an Kreativität kaum zu überbieten.