Windows Mobile weit abgeschlagen

Android-Profis haben die Nase vorn

Schreibt und bearbeitet Karrierethemen - in der Digitalredaktion von COMPUTERWOCHE, CIO-Magazin, ChannelPartner und Tecchannel. Ihre Schwerpunkte sind IT-Arbeitsmarkt, Recruiting, Freiberufler, Aus- und Weiterbildung, IT-Gehälter, Work-Life-Balance, Employer Branding, Führung und und und.  Wenn sie nicht gerade Projekte wie den "CIO des Jahres" betreut. Hofft auf mehr Frauen in der IT.
Die Nachfrage nach selbständigen Mobile-App-Entwicklern ist deutlich gestiegen. Knapp drei Viertel der Unternehmen suchen Spezialisten mit Know-how im Bereich Android.
Bei Gulp wurden 2012 am meisten Mobile-Entwickler mit Android-Kenntnissen nachgefragt. (Quelle: Gulp)
Bei Gulp wurden 2012 am meisten Mobile-Entwickler mit Android-Kenntnissen nachgefragt. (Quelle: Gulp)
Foto: Gulp

Mobile App-Enwickler haben weiter gute Aussichten im IT-Projektmarkt: 2011 registrierte die Vermittlungsagentur Gulp noch 900 Projektanfragen an freiberufliche App-Spezialisten. Im vergangenen Jahr erreichte die Nachfrage mit 1400 Auftragsangeboten bereits das Eineinhalbfache. Besonders gefragt sind Experten im Bereich Android: 70,1 Prozent aller Projektanfragen richteten sich an Profis des Google-Betriebssystems. Tendenz steigend, denn 2011 entfielen noch 66 Prozent der Auftragsangebote auf Android-Profis. Know-how in Sachen iOS war 2012 lediglich in 22,2 Prozent der ausgeschriebenen Projekte gefordert. Weit abgeschlagen liegt Windows Mobile mit nur 7,7 Prozent.

Freelancer lieben iOS

Freiberufliche Mobile-App-Entwickler sollten Android im Bick behalten.
Freiberufliche Mobile-App-Entwickler sollten Android im Bick behalten.
Foto: Google

Android-Entwickler dürften überproportional viele Anfragen erhalten, denn „nur“ rund 47 Prozent der bei Gulp gelisteten Mobile-Freelancer sind auf Android spezialisiert. Ein Großteil hat sich auf iOS fokussiert: Knapp 40 Prozent weisen sich hier als Experten aus. Windows-Mobile-Kenntnisse geben lediglich 13,7 Prozent der selbständigen App-Entwickler an.

Die meisten freiberuflichen Mobile-Entwickler finden sich im Münchner Raum (17 Prozent), gefolgt von Frankfurt (15,8 Prozent). An dritter Stelle liegt die Startup-Metropole Berlin mit 12,9 Prozent.

„Selbständige sollten Android stärker in ihren Fokus rücken“, rät Gulp-Sprecher Stefan Symanek. Er ist überzeugt, dass der Bedarf von Unternehmensseite weiter steigen wird. Zudem sollten App-Entwickler Kenntnisse in den relevanten Programmiersprachen und Frameworks mitbringen: Am häufigsten werden in den Projektanfragen C#, .NET, C++, Java, Objective-C, Cocoa und X-Code genannt. Als auffällig bezeichnet Symanek, dass in den meisten Anfragen der Firmen Know-how über agile Entwicklung (Scrum) vorausgesetzt werde.

Security-Kenntnisse werden wichtiger

Zudem sei ein weiterer Aspekt in den vergangenen zwei Jahren hinzugekommen: „Wissen in Bezug auf Sicherheitsrisiken und deren Vermeidung wird immer häufiger von Unternehmen nachgefragt, die frei App-Entwickler suchen“, so Symanek.

Mehr zum Thema Android ...

... und Googles Absicht, mit Android einen Fuß in den Mobility-Markt zu bekommen und ein Gegengewicht zu Apples iPhone zu schaffen, lesen Sie hier.