Zu langsam

Android-Chef Lockheimer frustriert über Update-Situation

12.12.2016
Android-Updates sind häufig eine leidige Angelegenheit - das sehen nicht nur Smartphone- und Tablet-Nutzer so. Auch Android-Chef Hiroshi Lockheimer ließ jetzt in einem Interview seinem Frust über die Update-Situation freien Lauf.

Android-Chef Hiroshi Lockheimer ist nicht zufrieden damit, wie sich die Situation rund um das Thema Android-Updates darstellt. Das macht der Manager im Interview mit "All About Android" (Youtube-Video ab Minute 20:44) deutlich. Der Status quo sei, so Lockheimer, "äußerst frustrierend". Zwar sei auch ein kleiner Prozentsatz von stolzen 1,4 Milliarden Android-Geräten eine ziemlich große Menge, aber so lange wie derzeit dürfte es mit den Updates nicht dauern.

Updates dauern bei Android oft eine Ewigkeit - wenn sie überhaupt kommen.
Updates dauern bei Android oft eine Ewigkeit - wenn sie überhaupt kommen.
Foto: Dsimic - Wikimedia Commons

Die Erwartungshaltung vieler Konsumenten sieht Lockheimer jedoch etwas kritisch. Man könne bei so einer großen Zahl an Android-Smartphones und -Tablets nicht erwarten, sofort ein Update auf jede neue Version zu erhalten. Allerdings kehrt Lockheimer auch vor der eigenen Tür und kündigt Maßnahmen an, die die Geschwindigkeit an dieser Stelle erhöhen sollen. Google plant demnach verschiedene Schritte, um den Aufwand, der zur Prüfung und Auslieferung eines Updates erforderlich ist, deutlich nach unten zu schrauben. Das soll die Hersteller und Provider, die jedes Android-Update prüfen und freigeben müssen, entlasten und so dem Endkunden zugute kommen.

Genaue technische Ansätze verrät Lockheimer in dem ausführlichen Interview nicht. Die neuen Android Extensions, mit denen Google einzelne Teile des Betriebssystems einfacher aktualisieren kann, dürften allerdings eine zentrale Rolle spielen. Ebenso wird wohl Brillo interessant, der Kernel, den Google für das Internet der Dinge (Internet of things, IoT) verwendet. Künftig soll nämlich zur Vereinfachung ein gemeinsamer Linux-Kernel für alle Gerätschaften eingesetzt werden. Für Lockheimer kommt es abschließend aber auch darauf an, allen Beteiligten noch einmal zu verdeutlichen, warum Android-Updates essenziell wichtig sind: vor allem wegen der Sicherheit, weniger aufgrund neuer Features und verbesserter Funktionen.

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