Telekom

Anbieterwechsel verläuft meist problemlos

06.08.2014
Wenn es beim Anbieterwechsel hakt, ist der Schuldige schnell gefunden: Die Deutsche Telekom. Wettbewerber machen den Marktführer meist für die Verzögerungen bei der Freischaltung verantwortlich. Der weist die Verantwortung von sich.

Die Deutsche Telekom hat Vorwürfe zurückgewiesen, Kunden bei einem Anbieterwechsel nur zögerlich freizuschalten. Für die Wettbewerber sei es "bequem und in den allermeisten Fällen falsch", die Verantwortung für Probleme bei der Umstellung auf die Telekom abzuschieben, sagte ein Unternehmenssprecher am Mittwoch auf Anfrage.

Die Telekom lasse ihre Kunden "in den allermeisten Fällen" nicht im Regen stehen, betont der Bonner Konzern.
Die Telekom lasse ihre Kunden "in den allermeisten Fällen" nicht im Regen stehen, betont der Bonner Konzern.
Foto: Thomas Cloer

Das ZDF-Magazin "Frontal" hatte am Dienstagabend über eine zunehmende Anzahl von Kundenbeschwerden beim Wechsel berichtet und sich dabei auf die Bundesnetzagentur berufen. Telefonwechsler müssten wochenlang warten, bis die Telekom die Leitungen freigeschaltet habe.

Der Telekom-Sprecher wies darauf hin, dass es in Deutschland jährlich drei Millionen Anbieterwechsel gebe. Die allermeisten liefen dabei problemlos. Bis Ende Juli waren nach den Unterlagen des Magazins die Zahl der Kundenbeschwerden binnen eines Jahres um zwei Drittel auf gut 25.000 Fälle angestiegen. Bei den Verbraucherzentralen sollen sich laut "Frontal" ebenfalls die Klagen erhöht haben.

Zweifellos ist jede Kundenbeschwerde eine zu viel, hieß es bei der Telekom weiter. "Wir arbeiten daran, die Prozesse weiter zu verbessern". Die Verantwortung für den Kunden aber liege bei seinem Vertragspartner, betonte der Sprecher. Dazu gehöre auch, keine Zusagen zu machen, die nicht haltbar seien. (dpa/tc)