Das Ende von Windows Server 2003

Anbieter hoffen auf neue Geschäfte

Heinrich Vaske ist Chefredakteur der COMPUTERWOCHE und verantwortlich im Sinne des Presserechts (v.i.S.d.P.). Seine wichtigste Aufgabe ist die inhaltliche Ausrichtung der Computerwoche - im Web und in der Zeitschrift. Vaske verantwortet außerdem inhaltlich die Sonderpublikationen, Social-Web-Engagements und Mobile-Produkte der COMPUTERWOCHE und moderiert Veranstaltungen. Weitere Interessen: der SV Werder Bremen, Doppelkopf und Bücher - etwa die von P.G. Woodhouse.
Wenn am 14. Jui 2015 der Support für Windows Server 2003 eingestellt wird, dürfte das für den Hardwaremarkt wohl nicht denselben warmen Regen bedeuten wie das Support-Ende von Windows XP im April 2014.

Trotzdem rechnen viele Hersteller damit, dass insbesondere mittelständische Betriebe Geld für die Modernisierung ihrer Infrastruktur in die Hand nehmen werden. „Wir sehen das Ende von Windows Server 2003 als Treiber für breiter angelegte Projekte“, sagt beispielsweise Dell-Manager Michael Tweedle. Es gebe einige Microsoft-Produkte, mit denen Anwender liebäugelten – „doch vorher müssen sie ihre zugrundeliegende Infrastruktur aufräumen.“

Am 14. Jui 2015 wird der Support für Windows Server 2003 eingestellt.
Am 14. Jui 2015 wird der Support für Windows Server 2003 eingestellt.

Tweedle weist beispielhaft darauf hin, dass viele Betriebe ihre Active-Directory-Services zentralisieren und die weltweiten Niederlassungen zentral versorgen könnten. Außerdem ermögliche insbesondere Windows Server 2012 R2 einen einfachen Einstieg ins Cloud Computing, da das Betriebssystem und die unterstützenden Tools Schnittstellen zu Azure und Office-365-Cloud-Diensten mitbrächten.

Kompatibilitätsprobleme

Umfrage zu CRM in der Cloud

Die Herausforderung im Windows-Server-Umstieg liegt aber vor allem im Bereich der Software. Windows-Server-2003 ist ein 32-Bit-Betriebssystem – Anwendungen, die weiter betrieben werden sollen, müssen überprüft werden, ob sie in der 64-Bit-Welt der neueren Windows Server überhaupt laufen. Was für gekaufte Software meist kein Problem darstellt, kann sich für selbstentwickelte Anwendungen als Hürde erweisen. Microsoft bietet ein Toolkit an, mit dem sich bewerten lässt, welcher Aufwand auf Unternehmen zukommt. Auch Dell hat mit „ChangeBASE“ ein Toolset, das dabei helfen kann, Kompatibilitätsprobleme zu beseitigen.