IBM-Chef Jetter im Interview

"Analytics gehört die Zukunft"

Heinrich Vaske ist Chefredakteur der COMPUTERWOCHE und verantwortlich im Sinne des Presserechts (v.i.S.d.P.). Seine wichtigste Aufgabe ist die inhaltliche Ausrichtung der Computerwoche - im Web und in der Zeitschrift. Vaske verantwortet außerdem inhaltlich die Sonderpublikationen, Social-Web-Engagements und Mobile-Produkte der COMPUTERWOCHE und moderiert Veranstaltungen. Weitere Interessen: der SV Werder Bremen, Doppelkopf und Bücher - etwa die von P.G. Woodhouse.
Wolfgang Herrmann ist Deputy Editorial Director der IDG-Publikationen COMPUTERWOCHE und CIO. Zuvor war er Chefredakteur der Schwesterpublikation TecChannel und stellvertretender Chefredakteur COMPUTERWOCHE. Zu seinen thematischen Schwerpunkten gehören Cloud Computing, Data Center, Virtualisierung und Big Data.
Deutschlandchef Martin Jetter erklärt im CW-Interview, wie sich IBM auf die großen Veränderungen in der IT einstellt.

CW: Am 30. November 1910, also genau heute vor hundert Jahren, wurde der Vorläufer der IBM Deutschland, die Deutsche Hollerith-Maschinen Gesellschaft mbH (DEHOMAG), ins Handelregister eingetragen. Ist es Zufall, dass Sie den Termin für ein Interview mit der COMPUTERWOCHE auf den heutigen Tag gelegt haben?

Jetter: Ich glaube, es hat einfach in unsere jeweiligen Kalender gepasst. Aber es ist natürlich schön, als eine der größten Tochtergesellschaften unserer Corporation über 100 Jahre so viel Know-how eingebracht zu haben. Wir betreiben eines der größten IBM-Forschungs- und Entwicklungszentren außerhalb Amerikas. Die IBM hat bisher fünf Nobelpreisträger hervorgebracht, drei davon sind Deutsche. Bis heute gehört unser Standort Böblingen zum Besten, wenn es um Forschung und Entwicklung geht. Unsere Experten dort kommen aus mehr als 40 verschiedenen Nationen. Das stellt eindrucksvoll unter Beweis, dass man in Deutschland Spitzenleistungen erbringen kann.

CW: Gibt es unternehmensweit geltende Richtwerte für den Anteil der Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen am Umsatz?

Jetter: In den vergangenen Jahren lagen unsere Aufwendungen immer bei zirka 6 Milliarden Dollar, bei einem Konzernumsatz von rund 95 Milliarden Dollar. Übrigens findet Forschung und Entwicklung ja nicht nur in der Technologie, sprich der Hard- und Software statt. Wir beschäftigen uns auch mit Grundlagenforschung; ein anderes Thema dreht sich explizit um Dienstleistungen. So haben wir vor zwei Jahren mit der Universität Karlsruhe den ersten Lehrstuhl für Dienstleistungsforschung eröffnet.

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