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Analysten sehen IBM, HP und Sun im Plan

11.07.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Trotz anhaltender Investitionszurückhaltung der Unternehmen dürften die anstehenden Quartalsergebnisse von IBM, HP und Sun nach Ansicht von Analysten kaum für Überraschung sorgen. Angesichts der fortlaufenden Unsicherheit hatten die IT-Konzerne nur zurückhaltende oder gar keine Prognosen ausgegeben. So hielt sich etwa Big Blue bislang bedeckt, was die Erwartungen für das Ende Juni abgeschlossene zweiten Quartal betrifft. Marktbeobachter gehen jedoch davon aus, dass IBM vom Start seiner neuen Mainframe-Serie "T-Rex", neuen Serviceaufträgen und dem schwachen Dollar profitieren konnte. Daneben machten wiederkehrende Einnahmen inzwischen etwa die Hälfte der Gesamteinnahmen aus, hielt Merrill-Lynch-Analyst Steven Milunovich dem Unternehmen zu Gute. Milunovich erwartet, dass Big Blue einen Gewinn von

97 Cent pro Aktie und 21,5 Milliarden Dollar Umsatz ausweisen wird. Der von First Call/Thomson ermittelte Analystenkonsens liegt bei 98 Cent pro Aktie Profit und 21,38 Milliarden Dollar Umsatz. Im Vergleichszeitraum 2002 hatte die Company bei Einnahmen von 19,65 Milliarden Dollar 89 Cent je Anteil Profit erwirtschaftet.

Obwohl HPs anstehender Berichtszeitraum erst Ende Juli ausläuft, rechnen die Analysten mit keinen nennenswerten Überraschungen. Im Schnitt wird an der Wall Street erwartet, dass der Gewinn pro Aktie im Vergleich zum Vorjahresquartal von 14 auf 26 Cent pro Aktie ansteigt. Der Umsatz des Unternehmens soll dagegen um drei Prozent auf 17,5 Milliarden Dollar sinken. Für Daniel Niles, Analyst von Lehman Brothers, ist diese Umsatzprognose zu pessimistisch. Er verweist darauf, dass der Fiorina-Konzern in den vergangenen drei Quartalen seinen Marktanteil gegenüber Dell nahezu behaupten konnte.

Auch die Bekanntgabe der Zahlen von Sun Microsystems sehen die Marktbeobachter gelassen. Der Server- und Unix-Spezialist hat keine genaue Prognose für sein Schlussquartal abgegeben, sondern lediglich ein leichtes Umsatzwachstum gegenüber den 2,79 Milliarden Dollar im vorangegangenen dritten Geschäftsquartal in Aussicht gestellt. Laut Umfrage erwarten die Analysten im Schnitt sogar Einnahmen von 3,1 Milliarden Dollar. Der Gewinn soll zwei Cent pro Aktie betragen. Im entsprechenden Vorjahreszeitraum hatte Sun bei 3,4 Milliarden Dollar Umsatz ein Plus von einem Cent je Anteilschein erzielt. (mb)