Splunk-Auftragsstudie

Analyse von Maschinendaten kann IT-Komplexität senken

Florian Maier beschäftigt sich mit dem Themenbereich IT-Security und schreibt über reichweitenstarke und populäre IT-Themen an der Schnittstelle zu B2C. Daneben ist er für den Facebook- und LinkedIn-Auftritt der COMPUTERWOCHE zuständig. Er schreibt hauptsächlich für die Portale COMPUTERWOCHE und CIO.
Cross-Channel-Kundenerfahrung hat IT komplexer gemacht und lässt mehr Maschinendaten (Logfiles und dergleichen) anfallen.

Im Auftrag des Softwareanbieters Splunk haben die Analysten von Quocirca eine Studie zum Thema Analyse von Maschinendaten durchgeführt. Dabei wurde untersucht, wie und in welchem Umfang Unternehmen Lösungen für solche Datenanalysen einsetzen. Das (wenig überraschende) Ergebnis: Firmen, die die gewonnenen Daten zu nutzen wissen, sind besser für die IT-Zukunft gerüstet.

Die aktuelle Studie von Quocirca und Splunk will beweisen: wer weiss, wie man mit Big Data umgeht, ist besser für die IT-Zukunft gerüstet.
Die aktuelle Studie von Quocirca und Splunk will beweisen: wer weiss, wie man mit Big Data umgeht, ist besser für die IT-Zukunft gerüstet.
Foto: Sergey Nivens - shutterstock.com

Cross-Channel verkompliziert die IT

Warum das so ist, erklärt Bob Tarzey, Analyst bei Quocirca: "Die Cross-Channel-Erfahrung führt zu steigender Komplexität in der IT und größeren Mengen von Maschinendaten. Ohne eine adäquate Verwaltung führt dies zu vermehrtem Datenchaos. Werden die Daten hingegen gesammelt und analysiert, bieten sie vielerlei Vorteile: mehr Einblicke in potentielle Sicherheitsrisiken, höhere Uptime der Systeme und optimierten Kundenservice."

Laut der Studie von Quocirca kann spezielle Software vor allem in den drei Bereichen IT-Infrastruktur, IT-Security und Cross-Channel-Kundenerfahrung für deutlich reduzierte Komplexität sorgen.

Frankreich im Ranking hauchdünn vor Deutschland

Für die Umfrage von Quocirca und Splunk wurden 380 Unternehmen in England, Frankreich, Schweden, Deutschland und den Niederlanden befragt. Aus den Ergebnissen wurde der sogenannte "Operational Intelligence Score" errechnet. In diesem landet Frankreich noch vor Deutschland auf dem ersten Platz, gefolgt von Großbritannien, den Niederlanden und Schweden.

Wenn es um die größten Probleme für IT-Management-Teams in den befragten Ländern geht, stehen Sicherheitsbedrohungen vor dem Abwenden von IT-Systemausfällen an der Spitze. Für IT-Manager in Deutschland ist die Angst vor Systemausfällen allerdings höher als die vor Sicherheitsrisiken.

Website in Deutschland wichtigster Kanal

Geht es um die Datenanalyse im Kundenservice, sind in England, Frankreich, Schweden sowie den Niederlanden alle Kanäle in etwa gleichberechtigt. In Deutschland dagegen sind laut Studie Websites das wichtigste Medium. Der Einsatz einer Analytics-Lösung bietet sich in diesem Bereich an: Analysen können Erkenntnisse über Kunden und deren Kaufverhalten geben.

Digital Leader aufgepasst! - Foto: IDG

Digital Leader aufgepasst!

Neben der Website werden in Deutschland und Europa auch mobile Apps und Webseiten als "relativ wichtig" erachtet. Soziale Medien sind vor allem für Deutsche (33 Prozent) und Briten (35 Prozent) "relativ wichtig" - die Franzosen (27 Prozent) sind beim Thema Social Media verhaltener. Dem Telefon schreiben in Deutschland 40 Prozent der Befragten das Attribut "relativ wichtig" zu - ebenso wie im europäischen Durchschnitt.

Geht es um die persönliche Kommunikation mit Kunden, zeigen sich vor allem die Engländer (35 Prozent) und die Franzosen (27 Prozent) davon überzeugt, dass dieser Kanal "sehr wichtig" sei. In Deutschland ist die persönliche Kommunikation zwar für 33 Prozent "relativ wichtig", für 32 Prozent aber "nicht so wichtig".

Bei den sensorbasierten Geräten ist Deutschland der Umfrage zufolge erneut Vorreiter. 34 Prozent der Befragten halten diese für "relativ wichtig", 33 Prozent für "nicht so wichtig". Ein Vergleich mit den direkten Nachbarn zeigt: in Frankreich hält man sensorbasierte Gerätschaften für "nicht so wichtig" (31 Prozent), in Großbritannien gar für "unwichtig" (37 Prozent).

Geht es um den Einfluss von Technologie auf die Performance des Business zeigt sich, dass innerhalb der befragten Länder mindestens moderate Möglichkeiten bestehen, Einblicke in die Ursachen von Systemausfällen zu bekommen. Deutschland steht in dieser Hinsicht an der Spitze: 46 Prozent der befragten Unternehmen gaben an detaillierte Einblicke zu haben, 32 Prozent immerhin mittlere Möglichkeiten. Das gleiche Bild ergibt sich übrigens, wenn es um Einblicke in die Netzwerk-Performance geht.

Maschinendaten-Analyse: Deutschland ist Vorreiter

Die Umfrage von Quocirca und Splunk kommt außerdem zu dem Ergebnis, dass hinsichtlich der Analyse von maschinengenerierter Big Data viel Potential brach liegt. Deutschland ist dennoch klarer Vorreiter beim Erfassen, Speichern und Durchsuchen von Maschinendaten: 43 Prozent der befragten deutschen Unternehmen schreibt sich auf diesem Feld "ausgeprägte Fähigkeiten" zu. In allen anderen Bereichen gebe es jedoch Verbesserungsbedarf, was Deutschland bei den Umfrage-Ergebnissen letztlich leicht hinter Frankreich zurückfallen lässt.

Dafür scheinen deutsche Unternehmen besonderes Interesse an denjenigen Anwendungsfällen zu zeigen, die besonders tiegreifende Erkenntnisse ermöglichen: 55 Prozent der Studienteilnehmer geben etwa an, beim Thema "vollständiges Erfassen des Konsumentenverhaltens" gerne ihre Möglichkeiten erweitern zu wollen.