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AMR: Die IT-Budgets für 2003 stagnieren

20.11.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - AMR Research aus Boston hat auf seiner Fall Executive Conference die ernüchternden Ergebnisse einer aktuellen Befragung von 100 IT- und Business-Managern veröffentlicht. Dieser zufolge werden die IT-Budgets für das kommende Jahr nur um 0,2 Prozent höher liegen als heuer. Und die aktuellen Finanzmittel für das Jahr 2002, die geringfügig über denen des Vorjahres gelegen hatten, würden nur zu 92 Prozent ausgeschöpft, so AMR.

Tony Friscia, President und CEO (Chief Executive Officer) erklärte am vergangenen Montag: "Selbst in der Konjunkturflaute sehen wir eine fundamentale Änderung in der Art, wie Firmen Unternehmensanwendungen anschaffen." Nicht mehr die IT-Abteilungen, sondern die Fachbereiche setzten bei dieser neuen Welle die Akzente. Neue Anwendungen müssten für das Business-Management "aufzeigbaren Wert" aufweisen.

Dies zeige sich auch in den Investitionsprioritäten für das kommenden Jahr, so AMR. 39 Prozent der Befragten nannten Integration als ihr wichtigstes Thema für 2003, weitere 37 Prozent wählten Data Warehousing. Auf Rang drei mit 31 Prozent Nennungen folgt physikalische Infrastruktur - alles unter dem Überthema "EPM" (Enterprise Performance Management). Dies werde auch dem ERP-Sektor (Enterprise Resource Management) neuen Schwung verleihen, glauben die Auguren. Als strategisch wichtigste Anbieter gaben die Teilnehmer der Studie hier Oracle, SAP und Peoplesoft an, während die Bedeutung von Best-of-breed-Anbietern von 21 Prozent im zweiten Quartal 2002 zum dritten Quartal auf nur noch neun Prozent sackte.

Apropos Anbieter: Als Top-Infrastruktur-Provider nannten die von AMR Research befragten Anwender Microsoft, IBM und HP. Im Bereich Consulting führt einsam IBM Global Services/PwC Consulting, das fast viermal so viele Stimmen bekam wie Accenture, dahinter landete Cap Gemini Ernst & Young auf Platz drei. (tc)