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Amnesty International prangert IT-Firmen an

28.11.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International beschuldigt mehrere IT-Konzerne, China bei der Zensur des Internets zu unterstützen. Einem Bericht der Organisation zufolge stellen unter anderem Sun, Cisco, Nortel, Microsoft und der Anbieter von Filtersoftware Websense entsprechende Technologien zur Verfügung. In einer Stellungnahme sagte Microsoft, dass man bestrebt sei, weltweit die bestmöglichen Lösungen anzubieten. Wie diese von Kunden verwendet werden, obliege nicht dem Einfluss des Unternehmens. Der Websense-Sprecher Ted Ladd bezweifelte die Richtigkeit des

Amnesty-Berichts. Man habe zu keinem Zeitpunkt Verträge mit der chinesischen Regierung abgeschlossen. Sun, Nortel und Cisco kommentierten die Vorwürfe bislang nicht. (lex)