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Amdahl übernimmt US-Vertriebsmannschaft von Siemens

25.10.1999

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die 100prozentige Fujitsu-Tochter Amdahl übernimmt laut "Computerwire" die 90köpfige US-Vertriebsmannschaft von Siemens Computer Systems (Umsatz rund 60 Millionen Dollar). Diese steht künftig unter der Leitung von Alan Bell, der bislang der Product Solutions Group (früher Amdahl Plus) vorstand.

Die Angelegenheit ist insofern etwas delikat, weil Amdahl mit einem Volumen von 200 Millionen Dollar einer der größten Wiederverkäufer von Sun-Hardware ist. Sowohl die Mutterfirma Fujitsu als auch deren neuer Europapartner Siemens haben Produkte in ihrem Portfolio, die mit Suns Servern direkt konkurrieren. Fujitsu vertreibt Server mit eigenen Sparc-Prozessoren und Solaris-Unix (seit letzter Woche auch in Europa), und Siemens portiert sein "Reliant Unix" auf Sparc, will aber langfristig zu Solaris auf IA-64 migrieren. Bell erklärte, Amdahl werde vorerst weder Fujitsu- noch Siemens-Server vermarkten. Es werde aber sicher noch interessante Diskussionen um die künftige Produktstrategie geben.