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AMD und Fujitsu legen Flash-Memory-Geschäft zusammen

01.04.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der US-amerikanische Chiphersteller Advanced Micro Systems (AMD) und die japanische Fujitsu Ltd. haben beschlossen, ihre kompletten Aktivitäten im Flash-Memory-Bereich in einem gemeinsamen Tochterunternehmen mit Sitz in Sunnyvale, Kalifornien, zusammenzulegen. Der bereits unterzeichnete Vorvertrag (Memorandum of Understanding) sieht vor, dass die beiden Kooperationspartner ihre entsprechenden Bereiche und das bereits bestehende Joint-Venture Fujitsu AMD Semiconductor Ltd. in das neue Unternehmen FASL LLC einbringen. Der kalifornische Halbleiterkonzern wird 60 Prozent der Anteile halten, gleichzeitig übernimmt Bertrand Cambou, Senior Vize President von AMD, den Chefsessel der neuen Firma mit rund 7000 Mitarbeitern. Fujitsu besitzt die restlichen 40 Prozent und stellt den Chairman. FASL soll im dritten Quartal dieses Jahres seine Tätigkeit aufnehmen.

Mit dem Zusammenschluss wollen AMD und Fujitsu Intel, dem Marktführer im Flash-Memory-Bereich, das Leben schwerer machen. So entsteht mit FASL der nach Umsatz zweitgrößte Anbieter von nichtflüchtigen Speicherbausteinen, gleichzeitig können die Mutterkonzerne nun ihre Betriebskosten reduzieren und die Preise besser kontrollieren. Die beiden Firmen arbeiten bereits seit 1993 im Chipbereich zusammen, vermarkteten aber bislang die Produkte unabhängig voneinander. Dabei kam es vor, dass sich die Kooperationspartner gegenseitig unterboten. (mb)