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AMD übertrifft gesenkte Prognosen

17.07.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der Chiphersteller Advanced Micro Devices (AMD) schnitt im zweiten Quartal besser als erwartet ab: Dem nach Intel zweitgrößten Prozessoranbieter gelang es, seinen Nettoverlust im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum von 184,9 Millionen auf 140,1 Millionen oder 40 (54) Cent pro Aktie zu drücken. Der Umsatz stieg um 7,5 Prozent von 600,3 Millionen auf 645,3 Millionen Dollar. Im vorangegangenen Quartal hatte der Chiphersteller allerdings noch 715 Millionen Dollar Umsatz erwirtschaftet.

AMD übertraf mit den Zahlen die Erwartungen der Analysten. Laut Umfrage von First Call Thomson rechneten die Finanzexperten im Schnitt, dass der Chiphersteller bei Einnahmen von 614 Millionen Dollar einen Verlust von 54 Cent je Aktie ausweist. Die Analysten hatten ihre Prognosen nach einer Umsatzwarnung des Unternehmens Ende Juni gesenkt. Die Company gab damals bekannt, dass die Absätze von PCs und Handhelds in China und anderen asiatischen Märkten vor allem wegen SARS schwächer als erwartet ausgefallen seien. Daneben sei die Belebung der weltweiten Nachfrage im Monat Juni nicht im erhofften Maße eingetreten. Als Konsequenz senkte AMD seine bisherige Umsatzerwartung um 100 Millionen auf 615 Millionen Dollar (Computerwoche online berichtete).

Finanzchef Robert Rivet begründete die besseren Zahlen nun mit den guten Ergebnissen im Speichergeschäft. Zwar habe die Lungenkrankheit SARS die Memory-Einnahmen in Asien gedrückt. Dieser Rückgang sei jedoch durch die gestiegene Nachfrage in Europa und Amerika nahezu ausgeglichen worden, so Rivet. Als Resultat legte der Umsatz des Bereichs im Jahresvergleich um 20 Prozent zu. Mit 211 Millionen Dollar lagen die Einnahmen allerdings leicht unter dem Niveau im vorangegangenen ersten Quartal (218 Millionen Dollar). Im Prozessorgeschäft stiegen die Verkaufserlöse gegenüber dem Vorjahresquartal um sieben Prozent auf 402 Millionen Dollar. Im sequenziellen Vergleich verbuchte AMD jedoch einen Umsatzrückgang von 14 Prozent. Der CFO berichtete außerdem, dass sein Unternehmen im Berichtszeitraum deutliche Fortschritte bei der Kostenreduzierung erzielt habe.

Trotz anhaltend schwieriger Konjunktur rechnen die Kalifornier im laufenden dritten Quartal mit einem sequenziellen Umsatzanstieg - bedingt durch saisonale Effekte und der Nachfrage nach neuen Produkte. AMD verwies in diesem Zusammenhang auf den im April vorgestellten "Opteron"-Chip. Ende September soll außerdem der "Athlon 64" vorgestellt werden. Daneben hofft das Unternehmen, im Flash-Memory-Bereich von seinem vor kurzem bekannt gegebenen Joint-Venture mit Fujitsu (Computerwoche online berichtete)zu profitieren. (mb)