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AMD stellt Intel in den Schatten

12.10.2000

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Intel-Rivale Advanced Micro Devices (AMD) meldete für sein drittes Geschäftsquartal eines der besten Unternehmensergebnisse in seiner Geschichte. Der Chiphersteller konnte den Nettoverlust von 105,5 Millionen Dollar im Vorjahreszeitraum in einen Gewinn von 408,6 Millionen Dollar umwandeln. Ohne außergewöhnliche Zugewinne belief sich der Profit auf 219,3 Millionen oder 64 Cent je Aktie. Damit übertraf AMD die Prognosen der Analysten nach First Call/Thomson Financial um zwei Cent pro Anteilschein.

Der Umsatz des kalifornischen Herstellers verdoppelte sich fast auf 1,21 Milliarden Dollar, lag jedoch geringfügig unter den Schätzungen der Wallstreet. Experten hatten mit Einnahmen von 1,23 bis 1,26 Milliarden Dollar gerechnet.

Mit Blick auf die Zukunft gibt sich AMD im Gegensatz zum Konkurrenten Intel gelassen. Der Herausforderer will im vierten Quartal alle gefertigten "Athlon"-Chips verkaufen. AMD schraubte zudem seine Gesamtjahresprognose für seine Prozessoren nach oben: Statt der ursprünglich anvisierten 25 sollen nun insgesamt 28 Millionen Chips ausgeliefert werden.

AMD profitierte im vergangenen Jahr vor allem von den Lieferschwierigkeiten des Chipriesen Intel. Der Marktanteil von AMD stieg dem Marktforschungsunternehmen Mercury Research zufolge im dritten Quartal 2000 leicht auf 16,6 Prozent Intel bleibt mit einem Marktanteil von 82,7 Prozent zwar absoluter Marktführer, aber der Abstand zur Konkurrenz wurde kleiner.