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AMD legt zu, bleibt jedoch unter den Erwartungen

18.01.2001

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der Intel-Rivale Advanced Micro Devices konnte sein Ergebnis für das vierte Fiskalquartal zwar steigern, blieb jedoch hinter den gesenkten Prognosen der Wallstreet zurück. Der Nettogewinn des Unternehmens kletterte von 65 Millionen Dollar oder 21 Cent je Aktie im Vorjahresquartal auf 178 Millionen Dollar oder 53 Cent pro Anteilschein. Analysten hatten nach der Gewinnwarnung von AMD im vergangenen Monat mit einem Profit von 55 Cent je Aktie gerechnet. Der kalifornische Chiphersteller steigerte seine Einnahmen gegenüber dem vergleichbaren Vorjahresquartal um 22 Prozent auf 1,18 Milliarden Dollar; die Marktbeobachter waren von einem Umsatz von 1,2 Milliarden Dollar ausgegangen.

Stolz präsentierte das Unternehmen zudem sein Jahresergebnis. "AMD hatte das beste Jahr in seiner Geschichte," erklärte Firmenchef Jerry Sanders. "AMD verzeichnete Rekorde beim Umsatz, operativen Gewinn und Nettoprofit." Die Einnahmen kletterten um 63 Prozent auf 4,6 Milliarden Dollar. Das Nettoergebnis belief sich auf 983 Millionen Dollar; 1999 meldete die Company noch einen Verlust von 89 Millionen Dollar.

Für das erste Quartal 2001 prognostiziert AMD nun ein Umsatzwachstum gegenüber den ersten drei Monaten im Jahr 2000. Die Einnahmen sollen jedoch nicht oberhalb des Umsatzes im vierten Quartal 2000 liegen. Im gesamten Geschäftsjahr rechnet der Hersteller mit einer Umsatzsteigerung von bis zu 15 Prozent, was zu einem Profit von zwei Dollar je Aktie führen könnte.

Diese scheinbar zurückhaltenden Prognosen halten einige Analysten in Anbetracht der derzeitigen Marktlage trotzdem für relative gewagt. Sie rechnen im laufenden Jahr mit einem heftigen Preiskrieg in der Halbleiterindustrie.