386er Prozessoren retteten das Ergebnis

AMD-Ergebnis leidet unter EPROM-Nachfrageschwäche

25.10.1991

SUNNYVALE (CW) - Advanced Micro Devices (AMD) rechnet mit einem Abwärtsknick in der Umsatz- und Gewinnkurve des dritten Quartals 1991. Das teilte W. J. Sanders, Chairman und Chief Executive Officer des kalifornischen Intel-Konkurrenten, mit.

Wie AMD ankündigte, wird das Umsatzergebnis des zweiten Quartals von 297 Millionen Dollar nicht erreicht werden. Auch der Profit, der sich letzthin in einer Aktiendividende von 17 Cent pro Anteilschein niedergeschlagen hatte, wird nach Auskunft Sanders geringer ausfallen, gleichwohl höher liegen als im ersten Quartal (zwei Cent). Im Vergleich zum dritten Abschnitt 1990 rechnet AMD mit einer zweistelligen Umsatzzunahme.

Besonders programmierbare Logik-Chips und EPROMs, so der Chairman weiter, seien zwischen Juni und September dieses Jahres nur schwach nachgefragt worden; folglich seien gerade für letztere die Preise stark gefallen. Daß AMD dennoch ein "respektables" Ergebnis vorweisen könne, sei auf die lebhafte Nachfrage nach 386er Mikroprozessoren und Netzprodukten zurückzuführen. Die 386er PC-Chips hätten beim Umsatz seit Ende Juni 1991 um 50 Prozent auf 59 Millionen Dollar zugelegt.