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AMD belebt den "Duron" wieder, Mogelpackungen im Umlauf

27.08.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Nachdem AMD-Chef Hector Ruiz im vergangenen Jahr das Ende für die Billig-CPU-Baureihe "Duron" verkündet hatte, legt der Chiphersteller nun drei neue Duron-Modellreihen auf. Sie takten mit 1,4, 1,6 und 1,8 Gigahertz und bieten einen 266-Megahertz-FSB (Frontside Bus). Während die bis 2002 produzierten Durons im 180-Nanometer-Verfahren gefertigt wurden, stammen die neuen CPUs aus einer 130-Nanometer-Fertigung. Die Markteinführung ist zunächst nur für Asien, Osteuropa und Südamerika geplant, kann laut AMD bei entsprechender Nachfrage aber auch auf andere Regionen ausgeweitet werden. Preise für die CPUs sind noch nicht bekannt, das alte 1,2-Gigahertz-Modell steht mit knapp 40 Dollar in der AMD-Liste.

Experten weisen in diesem Zusammenhang auf Mogelpackungen hin, die auf Begriffsverwirrungen mit einer von Elitegroup Computer Systems (ECS) produzierten Hauptplatine mit der Bezeichnung "K7SOM+" basieren. Die Platine wird auch unter dem Namen "1800+" vermarktet. Im Handel sind Rechner mit der Bezeichnung "Duron Pro 1800+" aufgetaucht, in denen jedoch keineswegs die neue AMD-CPU mit 1,8 Gigahertz taktet. In ihnen wurden vielmehr alte Modelle mit Taktraten von bis zu 1,2 Gigahertz verbaut. AMD macht darauf aufmerksam, dass in der korrekten Markenbezeichnung Duron-Prozessoren immer mit dem Zusatz "X,X Gigahertz" gekennzeichnet sind. (lex)