Mit "Notruf"-Support

Amazon schickt neuen Kindle Fire HDX ins Rennen

25.09.2013
Der Online-Händler Amazon legt bei seinen Kindle-Tablets nach. Neben einem schnelleren Chip und mehr Speicher bekommt der Nutzer eine "Notruf"-Funktion, die eine Verbindung zum Kundendienst aufbaut.

Amazon verschärft mit zwei neuen Modellen seiner Kindle-Tablets den Wettbewerb mit Apples iPads. Mit dem "Kindle Fire HDX" schickt der weltgrößte Online-Händler ein neues Tablet in zwei verschiedenen Größen ins Rennen - vorerst allerdings nur auf dem amerikanischen Markt. Die Geräte mit 8,9 und 7 Zoll Bildschirmdiagonale sind Amazon zufolge mit verbesserter Grafikdarstellung, verdoppeltem Speicher und dank eines Quad-Core-Prozessors mit dreifacher Rechenleistung ausgestattet.

Die beiden neuen Kindle-Fire-HDX-Tablets - irgendwann demnächst sicher auch in Deutschland zu haben
Die beiden neuen Kindle-Fire-HDX-Tablets - irgendwann demnächst sicher auch in Deutschland zu haben
Foto: Amazon.com via Businesswire

Neben zahlreichen Software-Updates lässt sich über das auf Android basierende Betriebssystem Fire OS 3.0 mit Hilfe der neuen Funktion "Mayday" ("Notruf") auch jederzeit eine direkte Verbindung zum Amazon-Support aufbauen. Mit Preisen zwischen 229 und 279 Dollar bewegen sich die Geräte verglichen mit der Konkurrenz weiterhin im günstigen bis mittleren Preissegment. Das vorherige Modell Kindle Fire HD soll in gleicher Ausstattung nun für 139 Dollar zu haben sein.

Nach Berechnungen von IDC hatte Amazon mit seinen Kindle-Readern zuletzt einen Tablet-Marktanteil von 3,7 Prozent, das Unternehmen selbst nennt keine Zahlen. Auch die neuen Modelle sind weiterhin darauf ausgelegt, in erster Linie Inhalte aus dem Angebot von Amazon zu nutzen. Apple ist auch mehr als drei Jahre nach dem Start seines ersten iPads mit rund 40 Prozent der führende Anbieter. Tablets mit dem Google-System Android haben aber immer mehr Marktanteile erobert. Die Kindle-Tablets laufen mit einer abgezweigten Version ("Fork") des offenen Android-Systems, die von der Google-Welt abgekoppelt ist. (dpa/tc)