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Amazon Deutschland peilt Breakeven an

25.10.2001
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MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der Online-Händler Amazon.com geht davon aus, im laufenden vierten Geschäftsquartal in Deutschland und Großbritannien den operativen Breakeven zu erreichen. Der US-Konzern hofft offenbar auf ein starkes Weihnachtsgeschäft und fühlt sich zudem durch die internationalen Umsatzzuwachsraten bestätigt. Während die Gesamteinnahmen im abgelaufenen dritten Geschäftsquartal im Jahresvergleich um zwölf Prozent zurückgegangen waren (Computerwoche online berichtete), stieg der Umsatz außerhalb des US-Stammlandes um 58 Prozent auf 138 Millionen Dollar. Deutschlands Amazon-Chef Philip Humm erklärte, hierzulande sei sogar eine Steigerung von 120 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal erreicht worden. Amazon startete sein Geschäft in Großbritannien und Deutschland vor

rund drei Jahren. Bei den später gegründeten Einheiten in Frankreich und Japan kann von einem Breakeven jedoch noch nicht die Rede sein.

Nach den eher ernüchternden Amazon-Gesamtzahlen für das dritte Geschäftsquartal hat nun die führende Rating-Agentur Standard & Poor‘s (S&P) ihre Erwartungen für die künftige Entwicklung des Online-Händlers von "stable" (stabil) auf "negative" gesenkt. Als Grund für die Degradierung nannte S&P den Umsatzrückgang von Amazon. Die Kreditsicherheit des US-Unternehmens schätzt die Agentur nach wie vor gering ein. Das bedeutet, die Amazon-Gläubiger könnten ihre Kredite oder Zinszahlungen nicht wie vereinbart erhalten.