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Amazon.com ändert seine Geschäftspraktiken

10.02.1999
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MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der Online-Buchhandel Amazon.com hat prompt auf die Vorwürfe reagiert, er täusche seine Kunden mit von Verlagen bezahlten redaktionellen Empfehlungen (CW Infonet berichtete). Ab Anfang März wird Amazon auf seinen Internet-Seiten alle Bücher kennzeichnen, die von Seiten der Verlage gegen Bezahlung (mit bis zu 10 000 Dollar) besonders auffällig plaziert werden. In welcher Form diese Kennzeichnung erfolgen soll, ist noch nicht geklärt. Unternehmenssprecher Bill Curry bemühte sich noch einmal um eine Klarstellung: "Nur Bücher, die von unseren Redakteuren ausgewählt werden, kommen überhaupt für eine verlagsunterstützte Plazierung in Frage." Im Klartext: Nicht die Verlage erzählen Amazon, welche Bücher sie an exponierter Stelle empfohlen sehen möchten, sondern die E-Commerce-Company erstellt zuvor eine Liste, für welche Werke sie überhaupt

Schmiergelder ("Cooperative Advertisement") akzeptieren würde. Das gilt allerdings nur für Bücher - Musikkonserven und Videos werden von eigenständigen, gänzlich unbestechlichen Redaktionen betreut.