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Allianz für Open Document gegründet

06.03.2006
Die Reihen gegen Microsoft schließen sich. Unternehmen wie IBM, Oracle und Sun sowie Forschungseinsrichtungen haben sich jetzt zusammengeschlossen, um den Einsatz des Open-Document-Formats zu verbreiten.

Bereits im Herbst 2005 hatte es sich abgezeichnet, dass sich die Unterstützer des von der OASIS entwickelten Open-Document-Format (ODF) organisieren würden (die Computerwoche berichtete). Ende letzter Woche schlossen sich nun 35 von ihnen zur "Open Document Format Alliance" zusammen. Sie machen sich dafür stark, dass Behörden und Unternehmen das mittlerweile von diversen Office-Anwendungen unterstützte freie XML-Format einsetzen, um gespeicherte Dokumente auch in Zukunft noch lesen zu können. Damit steigt zugleich der Druck auf Microsoft, das bisher in seiner Bürosoftware keine Unterstützung von ODF plant. Stattdessen bewirbt das Unternehmen die eigenen Formate "Office Open XML" und hatte öffentlich erklärt, eine Vielzahl von offenen Dokumentenstandards zu bevorzugen.

Zu den Gründungsmitgliedern der Allianz gehören Hersteller wie IBM, Corel, EMC, Novell, Opera, Oracle, Red Hat und Sun. Ferner finden sich beispielsweise die American Library Association, das "Centre for Development of Advanced Computing" aus Indien, die IT-Abteilung der Stadt Wien, die Technische Universität Dänemark, der "Massachusetts High Tech Council" und der "Massachusetts Network Communications Council", das Openforum Europe, die OpenDocument Fellowship und OpenOffice.org. (as)