PLM

Alle Produktdaten in einer Single Version of the Truth

Karin Quack arbeitet als freie Autorin und Editorial Consultant vor allem zu IT-strategische und Innovations-Themen. Zuvor war sie viele Jahre lang in leitender redaktioneller Position bei der COMPUTERWOCHE tätig.
Wie die Mammut Sports Group ihre Entwicklungszyklen beschleunigt, die Kosten senkt und Fehler in der Produktentwicklung bekämpft.
Alpinausrüstung ist die Domäne von Mammut.
Alpinausrüstung ist die Domäne von Mammut.
Foto: Mammut Sports Group

Alle Entwicklungsprozesse auf einem Microsoft SQL Server 2008 verwalten - angefangen vom Produktdesign über die Beschaffung bis zu Herstellung und Verkauf. Das sterbt die schweizerische Mammut Sports Group AG an. Und zu diesem Zweck hat sie die Lösung "Enovia V6" des PLM-Spezialisten (Product Lifecycle Management) Dassault Systèmes (DS) eingeführt.

Mammut entwirft Alpin- und Trekking-Produkte, darunter Bekleidung, Schuhe und Kletterausrüstungen. Das Unternehmen mit Hauptsitz in Seon und deutscher Zentrale in Memmingen wollte die Informationen zu all seinen Produkten in einer einzigen Datenbank zusammenfassen, denn die manuelle Datensuche und -konsolidierung waren nicht nur zeitraubend, sondern führten immer wieder zu Fehlern in der unternehmensinternen sowie der externen Kommunikation. Die Idee war, durch einfachen Zugriff auf eine "Single Version of the Truth", sprich: eine einzig gültige Version der Daten, die Produkteinführung zu beschleunigen und die Kosten zu verringern.

Weniger Zeit, mehr Qualität

Dazu Josef Lingg, Chief Supply Chain Officer der Mammut Sports Group AG: "In der Vergangenheit waren Produktinformationen im ganzen Unternehmen verteilt. Oft brauchten wir viel zu lange, um die aktuellsten Daten zu finden, wenn wir mit Lieferanten Gespräche führen, Marketing-Unterlagen und technische Dokumentationen erstellen oder Produktspezifikationen für die Markteinführung entwerfen wollten." Das habe bisweilen kostspielige Fehler verursacht - und Nacharbeiten bei Produkten, die nicht den neuesten Zielen beim Design entsprachen.

Der Einsatz der neuen PLM-Software verkürze hingegen die Entwicklungszyklen, beteuert Lingg: "Die Entwickler können einfach auf bereits vorhandene Produktdaten zugreifen und diese für die neuen Entwürfe nutzen." Darüber hinaus vereinfache die Lösung die Zusammenarbeit des Teams, denn alle Daten würden an einer zentralen Stelle gesammelt und seien für jeden am Produktentstehungsprozess Beteiligten zugänglich.