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Allaire-Aktie im Sturzflug

19.09.2000

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die Aktie von Allaire büßte gestern über 40 Prozent ihres Wertes ein und notierte zum Börsenschluss bei 10,44 Dollar. Damit reagierten die Anleger auf die vor kurzem bekannt gegebenen Ergebnisprognosen des Unternehmens für das dritte Geschäftsquartal. Der auf Internet-Softwarelösungen ("HomeSite", "ColdFusion", "Spectre", "JRun") spezialisierte US-Anbieter rechnet mit einem Nettoverlust von fünf bis 20 Cent je Aktie, während Analysten von einem Nettoprofit von sieben Cent pro Anteilschein ausgegangen waren. Auch die Umsatzprognosen enttäuschten die Börse. Allaire erwartet im laufenden Quartal Einnahmen von 28 bis 32 Millionen Dollar. Damit verdoppelt die Internet-Softwareschmiede zwar ihren Umsatz gegenüber dem Vergleichsquartal des Vorjahres, bleibt jedoch hinter den 33,3 Millionen Dollar zurück, die sie im zweiten Berichtszeitraum 2000 eingenommen

hatte.

Allaire begründete das schwache Ergebnis mit niedrigeren Umsätzen bei seinem Flaggschiff-Produkt Cold Fusion. Unternehmenschef David Orfao erklärte, man habe das Marketing für diese Lösung zu Gunsten anderer Produktlinien vernachlässigt. "Das wird nicht wieder passieren," teilte er mit. Zudem sei die Nachfrage nach der neueren Software "Spectra" hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Darüber hinaus gebe es Zeitverzögerungen bei zahlreichen Deals.