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Alladvantage entlässt ein Drittel der Belegschaft

20.11.2000

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Düstere Wolken brauen sich über einem der übelsten Cash-Burner der Dotcom-Welt zusammen: Alladvantage.com, das früher seine Kunden für ihre Online-Zeit (während der über ein "Viewbar"-Zusatzfenster zwangsweise Werbung eingeblendet wurde) bezahlte und inzwischen auf tägliche Gewinnspiele umgesattelt hat, musste 150 Mitarbeiter oder gut ein Drittel seiner Belegschaft auf die Straße setzen. 230 Angestellte verbleiben zunächst im Unternehmen. Im vergangenen Juli und August hatten bereits 160 Mitarbeiter ihren Job verloren. Nach Angaben von Firmensprecher Alex Gourevitch will man mit den drakonischen Maßnahmen Kosten sparen und Alladvantage "wieder ins Lot bringen".

Außerdem stellt sich die Company neu auf. "Wir haben die Idee verworfen, unseren Kunden über unsere ´Viewbar´ neue Dienstleistungen anzubieten", erklärte Gourevitch. Statt dessen werde sich Alladvantage verstärkt auf den B2B-Markt (Business-to-Business) konzentrieren und dort unter anderem neue Werbeformen anbieten. Außerdem sollen Services zur Verwaltung von Kundendaten offeriert werden.