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Alcatel: Verluste fast halbiert

25.04.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Auch Alcatel leidet unter der Krise der Telekommunikationsbranche. Der TK-Ausrüster erwirtschaftete im ersten Quartal seines laufenden Geschäftsjahres einen Umsatz von 4,29 Milliarden Euro - 27 Prozent weniger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres (5,86 Milliarden Euro). Der Nettoquartalsverlust fiel mit 836 Millionen Euro deutlich geringer aus als im vorherigen Quartal (1,5 Milliarden Euro). Im ersten Viertel 2001 hatte der französische Konzern allerdings noch einen Nettogewinn von 210 Millionen Euro ausgewiesen.

Nach den Worten von Chief Executive Officer (CEO) Serge Tchuruk enttäuschte vor allem das Europa-Geschäft, in dem Alcatel rund 47 Prozent seines Gesamtumsatzes erwirtschaftet. Aber auch in den USA, auf die rund 19 Prozent der Gesamteinnahmen entfallen, habe sich die Situation nicht entspannt. “Wir sehen bislang keine Anzeichen für eine Erholung des TK-Markts”, so der Firmenchef. Dennoch rechnet er damit, die Einnahmen im laufenden Geschäftsjahr steigern zu können. Beim operativen Ergebnis, das Alcatel von minus 368 Millionen Euro im vierten Quartal 2001 auf minus 343 Millionen Euro reduzieren konnte, werde man sogar in der zweiten Jahreshälfte den Break-even erreichen - sofern sich die Marktsituation nicht weiter verschlechtere. (sp)