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Alcatel verabschiedet sich aus dem Handy-Geschäft

18.05.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der französische TK-Ausrüster Alcatel trennt sich endgültig von der zwischenzeitlich als Joint-Venture betriebenen Handy-Sparte. Wie der Konzern mitteilte, will der chinesische Partner TCL den 45-prozentigen Alcatel-Anteil an dem Gemeinschaftsunternehmen erwerben. Die Franzosen erhalten dafür TCL-Aktien im Wert von rund 6,4 Millionen Euro; bei der Gründung des Joint-Ventures vor weniger als einem Jahr hatte Alcatel seine Handy-Activa plus 45 Millionen Euro in bar eingebracht (Computerwoche.de berichtete). Für die Rückführung der in der Handy-Sparte beschäftigten Mitarbeiter sowie der Forschungsaktivitäten und Patente zahlt Alcatel außerdem 20 Millionen Dollar in bar. Nichtsdestotrotz hat TCL jedoch das Recht, die Marke Alcatel weiter zu verwenden.

Die beiden Unternehmen waren zu Beginn des Joint-Ventures zuversichtlich, dass TCL & Alcatel Mobile Phones (TAMP) zum fünfgrößten Handy-Anbieter aufsteigen werde. Im vergangenen Jahr verkaufte TCL jedoch nur zehn Millionen Mobiltelefone, davon stammten 2,5 Millionen aus dem Joint-Venture. Gleichzeitig verbuchte TAMP einen Verlust von rund 26 Millionen Euro. (mb)