390 Mbit/s über Kupferleitungen

Alcatel Lucent mit Broadband InfoVision Award ausgezeichnet

Manfred Bremmer beschäftigt sich mit (fast) allem, was in die Bereiche Mobile Computing und Communications hineinfällt. Bevorzugt nimmt er dabei mobile Lösungen, Betriebssysteme, Apps und Endgeräte unter die Lupe und überprüft sie auf ihre Business-Tauglichkeit. Bremmer interessiert sich für Gadgets aller Art und testet diese auch.
Der Netzausrüster Alcatel-Lucent hat für seinen "DSL Phantom Mode" den Broadband InfoVision Award in der Kategorie "Broadband Innovation of the Year” erhalten.

Die Forscher der Bell Labs von Alcatel Lucent demonstrieren mit DSL Phantom Mode, dass selbst bei herkömmlichen Kupferleitungen die Übertragungsgeschwindigkeiten noch deutlich gesteigert werden können. Basierend auf Bonding und Vectoring von VDSL2-Technik sowie dem - bereits 1882 erfundenen - analogen "Phantom-Mode"-Konzept realisiert Alcatel-Lucent einen Datendurchsatz von 390 Mbit/s im Downstream über eine Strecke von 400 Metern.

Beim DSL Phantom Mode werden zwei Kupferleitungen, wie sie für Privathaushalte zum Einsatz kommen, gebündelt und durch ein weiteres - virtuelles - Paar ergänzt. Werden weitere Kupferleitungen zusammengefasst, sind laut Alcatel-Lucent noch höhere Geschwindigkeiten möglich, zum Beispiel 910 Mbit/s mit vier Kupferleitungen. Die höheren Übertragungsgeschwindigkeiten sind insbesondere in Umgebungen für Geschäftskunden von Bedeutung, sowie beim Betrieb der Backhaul-Netze im Mobilfunk.

Die Verleihung des Broadband InfoVision Award fand auf dem "Broadband World Forum" in Paris statt, zur Jury gehörten Netzbetreiber wie China Telecom, AT&T, Orange und die Deutsche Telekom.