Alcatel-Lucent forciert Sparkurs

Manfred Bremmer beschäftigt sich mit (fast) allem, was in die Bereiche Mobile Computing und Communications hineinfällt. Bevorzugt nimmt er dabei mobile Lösungen, Betriebssysteme, Apps und Endgeräte unter die Lupe und überprüft sie auf ihre Business-Tauglichkeit. Bremmer interessiert sich für Gadgets aller Art und testet diese auch.

Der angeschlagene TK-Ausrüster Alcatel-Lucent hat weitere Einschnitte angekündigt. Um trotz der erwarteten Schrumpfung des Marktes im kommenden Jahr wieder operativ die Gewinnschwelle zu erreichen, sollen 2009 und 2010 jeweils eine Milliarde Euro eingespart werden.

Zu diesem Zweck beabsichtigt das Unternehmen, die Zahl der leitenden Angestellten um 1000 und die der Zeitarbeiter um 5000 zu senken. Auch die strategische Ausrichtung ändert Alcatel-Lucent: CEO Ben Verwaayen, der im September Patricia Russo abgelöst hatte, kündigte an, sich künftig auf die Bereiche Service-Provider, Enterprise und bestimmte vertikale Märkte wie Energie, Transport und Behörden zu konzentrieren. Außerdem will er verstärkt in 3G und die Nachfolgetechnik LTE investieren, während das Thema Wimax nur noch über Partner abgedeckt werden soll. Insgesamt sieht Verwaayen vier Schlüsselbereiche, nämlich IP-Technologien, optische Netze, mobiles und drahtgebundenes Breitband sowie die Unterstützung von darauf laufenden Anwendungen. (mb)