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Alcatel-Chef rudert zurück

02.07.2001
Vergangene Woche verkündete Alcatel-Chef Serge Tchuruk noch, die rund 100 firmeneigenen Fabriken auf nur noch zwölf zu reduzieren. Inzwischen spricht Tchuruk nur noch von 50 Fertigungsstätten, die ausgelagert werden sollen.

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Schelte regnete es für Alcatel-Chef Serge Tchuruk vonseiten der Gewerkschaften, nachdem er vergangene Woche in einem Interview mit dem "Wall Street Journal" angekündigt hatte, die rund 100 firmeneigenen Fabriken auf nur noch zwölf reduzieren zu wollen (Computerwoche online berichtete). Inzwischen spricht Tchuruk nur noch von 50 Fertigungsstätten, die ausgelagert werden sollen. Er betonte, dass es sich hier keineswegs um Schließungen oder gar Entlassungen handele, sondern lediglich darum, einen neuen Besitzer zu finden. Von den geplanten Auslagerungen sind 41 konventionelle Komponentenfabriken mit rund 8000 Mitarbeitern in 22 verschiedenen Ländern in Europa, Asien, Nahost sowie Nord- und Südamerika betroffen. Die meisten Standorte liegen in Europa und den USA; in Frankreich stehen Annecy,

Saintes und Coutances auf der Verkaufsliste. Zudem will Alcatel seine E-Business-Einheiten mit rund 6000 Angestellten in Europa auslagern.