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Aktuelle Zahlen von Software-Unternehmen

20.07.2000

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die von hohen Kursverlusten gebeutelte Softwareschmiede Citrix Systems verzeichnete im zweiten Geschäftsquartal einen Gewinnrückgang von 46 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Der Nettoprofit sank von 27,8 Millionen Dollar oder 15 Cent je Aktie auf 15 Millionen Dollar oder sieben Cent pro Anteilschein. Analysten hatten in der abgelaufenen Berichtsperiode mit einem Plus von zehn Cent je Aktie gerechnet. Der Umsatz des Thin-Client-Spezialisten kletterte hingegen von 94,4 Millionen Dollar auf 106,1 Millionen Dollar. Citrix hatte vor einem Monat einen herben Kursverlust (minus 46 Prozent) hinnehmen müssen, nachdem das Unternehmen vor einem Monat seine Gewinnerwartungen deutlich nach unten schraubte (CW Infonet berichtete). Kurz darauf nahm Firmengründer und Chief

Executive Officer Ed Iacobucci seinen Hut. Citrix sucht noch immer nach einem Nachfolger.

Der Datenbankspezialist Informix meldete für sein zweites Fiskalquartal ein Nettoergebnis von 4,9 Millionen Dollar oder zwei Cent je Aktie. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres machte die Softwareschmiede noch einen Verlust von 89,9 Millionen Dollar. Der Umsatz fiel im abgelaufenen Berichtszeitraum um vier Prozent auf 240,5 Millionen Dollar. Damit lag das Unternehmensergebnis innerhalb der von Citrix vor kurzem nach unten korrigierten Schätzungen. Die US-Company verzeichnete einen Rückgang bei den Lizenzeinnahmen von 20 Prozent, konnte jedoch im Servicesektor um zwölf Prozent zulegen.

Dem Informix-Wettbewerber Sybase hingegen geht es glänzend: Die Softwareschmiede konnte ihren Nettogewinn im zweiten Geschäftsquartal auf 23,6 Millionen Dollar oder 25 Cent je Aktie steigern. Damit schlug Sybase die Prognosen der Wallstreet um drei Cent. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres belief sich der Profit noch auf 13,9 Millionen Dollar oder 17 Cent pro Anteilschein. Der Umsatz des US-Unternehmens wuchs gegenüber dem Vorjahr um elf Prozent auf 234,1 Millionen Dollar.