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Aktionäre klagen Ariba-Management wegen falscher Bilanzangaben an

22.01.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Eine Aktionärsgruppe, die Ariba-Anteile besitzt, hat eine Klage gegen den Hersteller von B-to-B-Software. Sie wirft Topmanagern der Firma vor, absichtlich falsche Aussagen über Aribas finanzielle Situation gemacht zu haben. Ariba hatte vergangene Woche angekündigt, es werde zusätzliche Informationen darüber liefern, in welcher Weise Zahlungen von einem Manager an einen anderen sowie Aktienoptionen von Mitarbeitern übernommener Firmen bilanziert wurden. Die neuen Informationen betreffen die Geschäftsjahre 2000 und 2001, die jeweils am 30. September endeten, sowie diejenigen Geschäftsquartalsabschlüsse, die ab dem 31. März 2000 bis 30. Juni 2002 abgeschlossen wurden.

Die Klage, die als Sammelklage zugelassen werden soll, will belegen, dass sich die Topmanager durch "zugegebene falsche" Aussagen zur finanziellen Situation Vorteile beim Verkauf von Ariba-Aktien verschafft haben, zitiert das "Wall Street Journal" aus der Presseerklärung einer involvierten Rechtsanwaltssozietät. Ariba hat derweil die Veröffentlichung seiner Bilanz für 2002 wegen der neuerlichen Durchsicht seiner Bücher verschoben. Aus diesem Grund erwartet der Softwarehersteller eine Warnung vor einem Delisting von der Nasdaq. (jm)