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Akimbo erhält 12 Millionen Dollar Wagniskapital

12.07.2004

Die im kalifornischen San Mateo ansässige Start-up-Firma Akimbo hat in einer zweiten Finanzierungsrunde zwölf Millionen Dollar Venture Capital erhalten. Die Investoren wurden angeführt von Kleiner Perkins Caufield & Byers, die in der Vergangenheit unter anderem bei Amazon.com und Google ein feines Näschen für interessante Unternehmensideen bewiesen.

Akimbo versucht sich wie anderen Firmen an einer Verschmelzung von Internet und Fernsehen. Die Firma hat eine Settop-Box entwickelt, die in Kürze für rund 230 Dollar auf den US-Markt kommen soll und über eine schnelle Internet-Verbindung (DSL oder Kabel) Filme und andere Inhalte aus dem Netz lädt, zwischenspeichert und bei Bedarf abspielt. Ein Abonnement für Akimbos Online-Dienst kostet etwa zehn Dollar pro Monat.

Anders als die Anbieter digitaler Videorekorder à la Tivo ist Akimbo auf Partnerschaften mit Inhalteanbietern angewiesen. Davon gibt es bereits einige mit mehr (CinemaNow) oder weniger (Golfspan, Asian Beauties Channel) bekannten Partnern. Kleiner-Perkins-Partner William Hearst, gleichzeitig neuer Chairman von Akimbo, hält das Konzept für Content Provider für viel versprechend, da sich über Akimbo und vergleichbare Konzepte auch Inhalte vermarkten ließen, die es nicht in die großen Kabelnetze schaffen.

Tivo arbeitet ebenfalls schon an der Möglichkeit, Bewegtbilder über das Internet herunter zu laden, und will solche Technik irgendwann im kommenden Jahr in seine Produkte integrieren. Microsoft und verschiedene Hardware-Partner entwickeln derweil den "Media Center Extender", der aus dem Netz geladene Videos auf Fernsehgeräte überträgt. (tc)