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Akimbo bekommt frische Gelder von AT&T, Cisco

26.06.2006
Die IPTV-Start-up Akimbo Systems hat in einer von Cisco Systems und AT&T angeführten zweiten Finanzierungsrunde weitere 15,5 Millionen Dollar Wagniskapital erhalten.

Das Investment der beiden TK-Riesen zeigt ihren zunehmenden Fokus auf Video, das über Internet-Technik ausgeliefert wird. Cisco und AT&T haben selbst bereits Milliarden von Dollar in die Entwicklung von Technik investiert, um Filme, Fernsehsendungen und andere Videos via Internet Protocol (IP) zu verbreiten. Die Finanzspritze für Akimbo ist ein Anzeichen dafür, dass sie auch Geld in Firmen pumpen, die die Verbreitung von Inhalten steuern.

Die 2004 gestartete Akimbo hat sich die Breitbandrechte für rund 11.000 Fernsehsendungen, Filme, Videoblog-Beiträge und andere Bewegtbilder gesichert. Unter anderem hat es History Channel, A&E, Animal Planet, Cartoon Network und Major League Baseball (mit aktuellen und historischen Spielen) im Angebot.

Anfänglich konnte man diese Inhalte nur über eine spezielle Settop-Box empfangen, die man im Internet kaufen kann. Rund die Hälfte der Bibliothek ist für zehn Dollar Monatsgebühr zugänglich, für den Rest muss man zusätzliche Gebühren zahlen (zwischen 20 Cent und fünf Dollar). Die durchschnittliche Sendung braucht etwa zehn Minuten Download-Zeit.

Seit einiger Zeit versucht Akimbo, seine Software an Hersteller von Consumer Electronics sowie Telefon- und Kabelnetzbetreiber zu lizenzieren. Thomson RCA etwa will zum Weihnachtsgeschäft eine Akimbo-Box für 250 Dollar in den Handel bringen. Nutzer der "Media-Center"-Variante von Windows XP können den Service ebenfalls nutzen, AT&T will seine kommende "HomeZone" (siehe "AT&T kombiniert Satelliten-TV und Web-Video") später in diesem Jahr ebenfalls um Akimbo-Inhalte ergänzen.

Insgesamt Akimbo bereits 31,5 Millionen Dollar Venture Capital bekommen. Die Firma will vom Trend zum Zeitversatz profitieren, bei dem Verbraucher zu iPods, Video on Demand und digitalen Videorekordern greifen, um fernzusehen, wenn es ihnen passt. "Es geht darum, zu bekommen was man will, wenn man will", sagt Akimbo-Chef Josh Goldman. "Wir sind erst am Anfang dieses größeren Trends." (tc)