Spezialmaschinenbauer

Aixtron streicht fast acht Prozent seiner Arbeitsplätze

09.01.2015
Der kriselnde Spezialmaschinenbauer Aixtron streicht fast acht Prozent seiner konzernweiten Arbeitsplätze.

Von den 800 Stellen würden rund 60 abgebaut, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit. Zudem passe Aixtron seine Organisation weiter den Kunden- und Marktanforderungen an. "Die Anforderungen der Kunden befinden sich im Wandel", sagte der für das operative Geschäft zuständige Vorstand Bernd Schulte. Prozess- und anwendungsorientierte Lösungen stünden zunehmend im Mittelpunkt. "Diesen Tatsachen und dem definierten Ziel der Verringerung der Betriebskosten trägt Aixtron mit dem Personalabbau Rechnung."

Aixtron R&D in Herzogenrath
Aixtron R&D in Herzogenrath
Foto: Aixtron

Das 1983 in Aachen als Ausgründung aus der RWTH Aachen gegründete Unternehmen produziert Anlagen zur Herstellung von Verbindungshalbleitern und anderer Multikomponenten-Materialien. Aixtron beherrscht derzeit den MOVPE-Anlagenmarkt für Verbindungshalbleiter. Größter Konkurrent in diesem Markt ist das amerikanische Unternehmen Veeco, das die MOVPE-Anlagenproduktion 2003 von Emcore übernommen hatte. Ihren Umsatz erwirtschaftet die Aixtron SE laut Wikipedia-Eintrag hauptsächlich in Asien. 92 Prozent aller Aufträge bezieht das Unternehmen aus diesem Raum. Es folgen die Vereinigten Staaten mit drei Prozent und Europa mit vier Prozent.

Blick in die Produktionshalle von Aixtron
Blick in die Produktionshalle von Aixtron
Foto: Aixtron

Über den Verlauf des vierten Quartals und des Gesamtjahres 2014 will das Unternehmen am 24. Februar informieren. Im dritten Quartal hatte Aixtron einen Verlust von 19,9 Millionen Euro nach einem Gewinn von 1,6 Millionen ein Jahr zuvor verbucht. Die Erlöse hatten mit 45,6 Millionen Euro gut ein Prozent unter dem Vorjahreswert gelegen. Für 2014 rechnet das Management damaligen Aussagen zufolge weiter mit Umsätzen auf Vorjahresniveau und einem operativen Verlust. (dpa/tc)