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Agiplan Technosoft beantragt Insolvenz

04.04.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die zur Siepe-Gruppe gehörendeAgiplan Technosoft AG hat am gestrigen Donnerstag wie erwartet einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt. Es sei nicht gelungen, ausreichend zusätzliche Liquidität zu erhalten, um die anstehenden Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen, begründete das auf Softwarelösungen für das Facility-Management spezialisierte Unternehmen den Schritt. Agiplan hatte bereits am Freitag vergangener Woche in einer Pflichtveröffentlichung angezeigt, dass sie möglicherweise in dieser Woche Insolvenzantrag stellen wird (Computerwoche online berichtete).

Das Unternehmen aus Mülheim an der Ruhr strebt nun eine Insolvenz in Eigenverwaltung an, für die bereits der Babcock-Sanierer Horst Piepenburg als vorläufiger Insolvenzverwalter gewonnen werden konnte.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2002 verbuchte Agiplan nach vorläufigen Zahlen einen Umsatzrückgang von 7,6 Millionen auf 6,8 Millionen Euro. Nachdem es der Softwareschmiede 2001 noch gelungen war, nach IAS einen Nettogewinn von 886.000 Euro zu erzielen, führten hohe Abschreibungen im vergangenen Jahr zu einem Defizit von voraussichtlich 6,9 Millionen Euro. Die liquiden Mittel zum 31. Dezember schmolzen im Jahresvergleich von 4,6 Millionen auf 420.000 Euro. (mb)