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Agiler, flexibler und günstiger – mit der alten IT-Struktur zur modernen Hybrid Cloud

Jürgen Domnik ist Director Strategic Programs bei Dell und verantwortet in dieser Rolle das Dell Cloud Service Provider Partner Programm in Europa. Seit 10 Jahren ist er bei Dell in verschiedenen Rollen in Deutschland und EMEA tätig und hat unter anderem den Professional Services Bereich in DACH geleitet. Seine mehr als 25jährige Erfahrung im IT Bereich hat er sowohl auf Kunden- als auch auf Herstellerseite gesammelt. Seit 3 Jahren besteht sein Schwerpunkt in der Beobachtung des Cloud Services Markets, deren Akteure und in der strategischen Beratung von Kunden auf dem Weg in die Cloud.
Die Cloud-Technologie ist noch relativ jung. Viele Unternehmen sind noch mehr oder weniger zögerlich, den Schritt in die Cloud zu gehen, oder sie lehnen sie generell ab. Oft bringt jedoch eine Analyse der alten IT-Umgebung den Aha-Effekt, wenn der positive Nutzen einer modernen Cloud-Struktur den Vorbehalten entgegensteht.

Cloud Computing ja oder nein? Für die meisten Unternehmen würde eine Cloud-Struktur eine Menge Vorteile bringen, etwa niedrigere Betriebskosten oder eine wesentlich schnellere Reaktion auf Änderungen geschäftlicher Anforderungen. Allerdings gibt es dennoch Gründe, die diesen Schritt erschweren oder Unternehmen davon komplett abhalten. Das ist besonders dann der Fall, wenn die vorhandenen IT-Strukturen so alt und unflexibel sind, dass sie sich für eine Cloud-Technik nicht eignen und die notwendigen Investitionskosten für eine komplett neue Cloud-Umgebung den verfügbaren Budget-Rahmen sprengen. Des Weiteren kann es durchaus sein, dass Cloud-Managementlösungen zur vorhandenen Hardware inkompatibel sind oder ihr Einsatz einen unzumutbar hohen Verwaltungsaufwand nach sich zieht.

Lösungen finden

Auch wenn auf den ersten Blick finanzielle oder technische Gründe gegen eine Unternehmens-Cloud sprechen, sollte man nicht gleich die Flinte ins Korn werfen. Vielmehr gilt es, sich dieser Herausforderung zu stellen und Lösungen zu finden, um dennoch eine Cloud-Umgebung zu realisieren. Hier kommen meist Cloud-Services in Frage, die von unterschiedlichen Hostern angeboten werden und sich optimal miteinander kombinieren lassen. Ein weiteres wichtiges Kriterium ist, dass sich solch eine Kombi-Lösung für unterschiedliche Bereitstellungsszenarien eignet. Denn dann ist es möglich, dass die vorhandene Unternehmens-IT unter Ausnutzung aller Vorteile einer Cloud-Umgebung weiterhin genutzt werden kann.

Zu den wichtigsten Vorteilen des Cloud-Computing zählen:

  • Verringerung der Betriebskosten der Unternehmens-IT,

  • Verringerung der Kosten für den steigenden Bedarf an Massenspeicher,

  • Zeiteinsparung bei der IT-Verwaltung,

  • geringerer Platzbedarf für die Hardware des Rechenzentrums,

  • weniger IT-Ressourcen bei gleichzeitig höherer Leistung,

  • höhere Produktivität,

  • höhere Flexibilität und Agilität bei plötzlich veränderten Anforderungen im geschäftlichen Alltag.

Eine Hybrid-Cloud-Lösung bietet neben einer Kostenersparnis eine hohe Flexibilität und trägt dazu bei, auch die Produktivität zu steigern.
Eine Hybrid-Cloud-Lösung bietet neben einer Kostenersparnis eine hohe Flexibilität und trägt dazu bei, auch die Produktivität zu steigern.
Foto: Dell

Das Beste aus zwei Strukturen

Moderne Cloud-Lösungen lassen sich grundsätzlich in drei Kategorien unterteilen:

  • Private Cloud,

  • Public Cloud,

  • Hybrid Cloud.

Die IT-Struktur einer Private Cloud ist zu 100 Prozent einem einzigen Unternehmen zugeordnet. Alle Komponenten werden ausschließlich nur von diesem alleine genutzt. Sämtliche Daten und Anwendungen gehören diesem Unternehmen und gelangen damit nicht in Händen Dritter. Zumeist befindet sich eine Private Cloud innerhalb des Firmengebäudes. Sie kann sich aber auch bei einem externen Hoster befinden.

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Anders bei einer Public Cloud: Sie befindet sich bei einem externen Hoster. Obwohl hier die Strukturen der Public Cloud von mehreren Nutzern verwendet werden, sind die nutzerspezifischen Daten strikt voneinander getrennt und vor unberechtigtem Zugriff geschützt. Durch die Verwendung der IT-Struktur eines Cloud-Anbieters lassen sich nicht nur enorme Kosten sparen, die Aufwendungen werden außerdem transparenter. Denn abgerechnet wird hier nach den in Anspruch genommenen Komponenten wie Hard- und Software sowie Services.

Eine dritte Variante ist die Hybrid Cloud als eine Kombination aus Private und Public Cloud. Unternehmen können mit ihr die Vorteile beider Cloud-Varianten nutzen. Allerdings bedeutet sie auch einen unter Sicherheitsgesichtspunkten erhöhten Verwaltungsaufwand. So erfordert es beispielweise eine exakte Administration, welche Unternehmensdaten in die Public Cloud und welche nur in die die Private Cloud dürfen. Für das Managen einer Hybrid-Cloud-Umgebung ist daher ein offener Ansatz als Lösung erforderlich. Dieser muss in der Lage sein, die Cloud-Strukturen unterschiedlicher Anbieter nahtlos miteinander zu verbinden.

Viele hilfreiche Informationen über die Migration zur Hybrid Cloud finden Sie im Whitepaper "Der Weg zur Hybrid Cloud", das Sie hier sofort kostenlos herunterladen können.

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Investitionen bleiben erhalten

Wie bereits erwähnt, erfordert die Komplexität moderner Cloud-Strukturen entsprechende Lösungen, um beispielsweise auf geschäftliche Änderungen flexibel und schnell reagieren zu können. Der Weg zum Erfolg führt hierbei über Techniken wie die Virtualisierung von Server und Storages sowie die Software-defined-Netzwerke-Technologie (SDN). Eine virtualisierte Netzwerkstruktur hat gegenüber älteren IT-Strukturen wesentliche Vorteile, da sich die Hardware physisch nicht ändert, sondern von der Software gesteuert wird. Sie lässt sich somit innerhalb kürzester Zeit bedarfsgerecht und flexibel konfigurieren oder passt sich dynamisch an sich ändernde Anforderungen an. Vergessen darf man dabei aber nicht, dass Software-defined die Robustheit der Infrastruktur wie Server, Storages und das Netzwerk selbst nicht beeinflusst. Ausschlaggebend dafür ist nach wie vor die eingesetzte Hardware.

Meist existiert in Unternehmen bereits eine IT-Struktur, die bereits eine mehr oder weniger große Investitionssumme verschlungen hat. Um bei der Implementierung einer neuen modernen Cloud-Umgebung bereits getätigte Investitionen weiter zu nutzen, sind entsprechend flexible plattformunabhängige Verwaltungslösungen gefragt. Hier bietet Dell beispielsweise Lösungen an, mit denen das IT-Personal zusätzlich zur weiteren Nutzung vorhandener Investitionen neue Funktionen inkrementell hinzufügen können und so Schritt für Schritt die komplette Cloud-Umgebung vereinfachen können.

Maßgeschneiderte Lösungen und heterogene Verwaltungstools realisieren die Kombination aus Private und Public zur Hybrid Cloud. Die von Dell verfolgte grundlegende Strategie für den virtualisierungs- oder cloud-basierten SDN-Ansatz favorisiert die Integration gemeinsamer Lösungen mit Anbietern wie Microsoft, VMware, Midokura und Red Hat Openstack. Wird dagegen ein controller-basierter SDN-Ansatz benötigt, können Unternehmen auf gemeinsame Lösungen mit NEC oder Big Switch Networks setzen. Alternativ lässt sich dafür aber auch die Dell Active-Fabric-Lösung einsetzen.

Fazit

Bestehende IT-Ressourcen in Unternehmen zu einer modernen Hybrid Cloud-Umgebung zu erweitern, stellt das IT-Personal zunächst vor eine Reihe Herausforderungen. Ziel ist es, eine passende Lösung für eine flexible, agile Plattform für die schnelle Einführung neuer Funktionen zu finden. Dell als verlässlicher Partner kann dafür die Lösung bieten. Der Vorteil dabei ist, dass Dell mit verschiedenen Anbietern zusammenarbeitet und der Kunde somit aus mehreren Lösungen genau die wählen kann, die für ihn am besten passt.

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