Agile Softwareentwicklung

Agile Unified Process

31.08.2010
Der Agile Unified Process (AUP) ist eine vereinfachte Variante des Rational Unified Process und wurde von Scott W. Ambler entwickelt.
Phasen und Disziplinen des Agile Unified Process (ambysoft.com)
Phasen und Disziplinen des Agile Unified Process (ambysoft.com)
Foto: Wikipedia

Das Ziel von AUP ist, Agilität innerhalb des Rahmens des RUP zu ermöglichen. Hierfür wurden die Disziplinen Business Modeling, Requirements und Analysis sowie Design zu Model zusammengefasst, was deutlich weniger Aufwand in Anspruch nimmt. Hier ist es ausreichend, dass Modelle "gerade gut genug" für das Projekt sind. Ferner unterscheidet AUP bei den Iterationen in "Development Releases" und in "Production Releases": Development Releases werden in einer QS- und/ oder Demo-Umgebung bereitgestellt. Ein Production Release hingegen geht in Produktion. Auch wenn nicht alle Releases in Produktion gehen, haben alle Releases lauffähige Ergebnisse zum Ziel.

  • Der AUP basiert dabei auf folgenden Prinzipien:

  • Das ganze Team weiß, was es tut;

  • Einfachheit;

  • Agilität (im Sinne des agilen Manifests);

  • Schwerpunkt auf die aktuellen Aufgaben;

  • Tool-Unabhängigkeit;

  • Tayloring der Methode ist möglich.

Bewertung BQI-Research

Foto: BQI

Der Agile Unified Process (AUP) deckt die Disziplinen Projekt-Management (PM) und Implementierung (IMP) vollständig ab. Gute Unterstützung kommt auch für das Requirements-Management (RM), das Systemdesign/technische Konzeption (SD), den Test (T) und die Integration/Einführung (INT). Schwach ist die Methode dagegen in den Bereichen Qualitäts-Management (QM) und Wartung (W), während der Betrieb (B) überhaupt nicht unterstützt wird.

  • Bekanntheitsgrad und Verbreitung sind insgesamt eher gering.

  • Keine spezielle Tool-Unterstützung vorhanden.

  • Die Methode ist normiert/standardisiert und zertifiziert.

  • Keine Lizenzierung erforderlich.

  • Support ist vorhanden.

    COMPUTERWOCHE-Marktstudie

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