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Afghanistan-Krieg bringt Softwarefirma in Bedrängnis

03.01.2002
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MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Das militärische Engagement Großbritanniens in Afghanistan könnte für die angeschlagene US-amerikanische Softwarefirma Indus International schwerwiegende Konsequenzen haben. Der Grund: Das Britische Verteidigungsministerium (MoD) hat angesichts des Krieges drastische Budgetkürzungen vorgenommen, von denen unter anderem auch ein breit angelegtes Supply-Chain- und E-Procurement-Projekt betroffen ist, an dessen Realisierung Indus maßgeblich beteiligt ist. Das ursprünglich auf fünf Jahre ausgerichtete, mehrere Millionen Dollar schwere Vorhaben war bislang ein wichtiges finanzielles Standbein für die Company: Allein im vierten Quartal 2001 generierte Indus daraus ein Viertel seines Umsatzes. Zur Höhe der Budgetkürzungen und deren Auswirkungen auf das Geschäftsjahr 2002 machte die amerikanische Softwareschmiede keine Angaben. Man befinde sich derzeit in

Gesprächen mit der Behörde, um das weitere Vorgehen zu klären, teilte das Unternehmen mit. Nähere Einzelheiten will Indus bei der Vorstellung seines Quartalsergebnisses am 22. Januar bekannt geben. (jw)