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Aer Lingus würde ja gern...

11.08.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - ...seine IT-Abteilung mit 80 Mitarbeitern an Fujitsu Services auslagern. Allerdings ist da die Gewerkschaft Siptu vor, die sich gerade gar nicht gut mit dem Management der staatlichen irischen Airline versteht und im vergangenen Jahr schon andere Outsourcing-Maßnahmen blockiert hatte.

Einem Bericht von "Computerwire" zufolge versucht Aer Lingus verzweifelt, Stellen abzubauen. Ein internes Memo habe letzten Monat enthüllt, schreibt der Branchendienst, dass das Unternehmen dabei auch schon auf sehr unkonventionelle Maßnahmen zurückgreift, um Mitarbeiter rauszuekeln - beispielsweise Änderungen von Schichtplänen, nervige Trainingsprogramme für Piloten oder den Zwang, hässliche Uniformen zu tragen.

Überhaupt hat Irland eine unschöne jüngere IT-Outsourcing-Geschichte. 2003 trat die Belegschaft der Bank of Ireland in Streik, um ein Outsourcing an HP zu verhindern, in dessen Zuge knapp 500 Mitarbeiter den Arbeitgeber wechseln sollten. Dabei wurden erhebliche Arbeitsplatz- und Pensionsgarantien erstritten. Häufig in Verbindung gebracht wird dies auch mit dem Rücktritt des Bankchefs Michael Soden, der seinen Hut nahm, nachdem ein vergrätzter IT-Mitarbeiter auf seinem Rechner anstößiges Material gefunden hatte. (tc)