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"Sans Source Pro"

Adobe veröffentlicht erste Open-Source-Schriftart

Thomas Cloer war viele Jahre lang verantwortlich für die Nachrichten auf computerwoche.de.
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Adobe hat zum ersten Mal in der Firmengeschichte eine hochwertige Schrift Open Source gestellt.
Foto: Adobe

Die serifenlose "Sans Source Pro" ist mit sechs Stärken und jeweils dazu passenden Kursiven bereits recht gut ausgebaut. Sie soll sich unter anderem besonders gut für den Einsatz im User-Interface-Bereich eignen. Designer Paul Hunt hat sich bei seiner Arbeit von den Entwürfen von Morris Fuller Benton für American Type Founders (ATF) Anfang des 20. Jahrhunderts - unter anderem die Klassiker "News Gothic" und "Franklin Gothic" - inspirieren lassen. Mehr zum Design der Sans Source Pro finden Interessierte in einem Blogpost von Hunt. Herunterladen kann man die Schriften, die als Truetype und Opentype vorliegen und unter SIL-Lizenz stehen, direkt bei Sourceforge. Adobe bietet die Sans Source Pro auch als Webfonts beim hauseigenen Typekit-Service an.

Auch via Google Webfonts ist die Sans Source Pro bereits verfügbar. Überhaupt hat Google sein Webschriften-Angebot gestern in mehreren Bereichen erweitert. Neben sieben neuen Schriftfamilien (darunter eben auch die Sans Source Pro) gibt es neues Tool, mit der man ähnliche Schriften gegenüberstellen und vergleichen kann, und ein Early-Access-Programm für noch in der Entwicklung befindliche Schriften mit nichtlateinischen Glyphen. Außerdem hat Google damit begonnen, mehr Schriften in den Webfonts automatisch zu hinten, damit sie in möglichst allen Größen und auf möglichst vielen Bildschirmen optimal dargestellt werden.