Adobe Systems:

12.02.1988

Der Hersteller der Desktop-Publishing-Software "Postscript" erhöhte im Geschäftsjahr 1986/87 zum 30. November den Umsatz von 16,1 auf 39,3 Millionen Dollar. Der Gewinn nach Steuern belief sich auf 9,0 (3,6) Millionen Dollar.

Also Holding AG:

Das schweizerische Computer-Handelsunternehmen gründet eine deutsche Tochter, die Also (Deutschland) AG. Die in den vergangenen Jahren übernommenen Gesellschaften Sys-DM und Maxxum, München, sowie ABC, Hamburg, werden in die neue Firma integriert.

Apollo Computer Inc..

Der kalifornische Workstation-Hersteller, ein OEM-Lieferant von Siemens, steigerte 1987 den Umsatz auf 553,6 (Vorjahr: 391,7) Millionen Dollar. Mit 311 Millionen Dollar stammt der größere Teil der Einnahmen aus dem Exportgeschäft. Der Profit verdreifachte sich auf 28,2 (9,3) Millionen Dollar, was einer Umsatzrendite von nur fünf Prozent entspricht.

American Telephone & Telegraph Co.:

Der Kommunikationsriese AT&T erreichte im vierten Quartal mit 498 Millionen Dollar Gewinn das selbstgesteckte Ziel; im Vorjahreszeitraum hatte der Konzern einen Verlust von 1, 17 Milliarden Dollar ausgewiesen. Im Geschäftsjahr setzte AT&T mit 33,6 Milliarden Dollar zwar 1,2 Prozent weniger um als 1986, doch der Ertrag erholte sich von 139 Millionen auf 2,04 Milliarden Dollar.

Bolliger AG:

Das auf Anwendungen im Verlagswesen spezialisierte Liechtensteiner Softwarehaus ist zum Jahresbeginn von der Mannesmann Kienzle GmbH übernommen worden.

Cap Gemini Sogeti SA:

Das französische Softwarehaus kam dank diverser Firmenübernahmen 1987 auf einen Umsatz von rund 1,2 Milliarden Mark. Der Gewinn wird auf 79 Millionen Mark veranschlagt; dies wären 38 Prozent mehr als im Vorjahr.

Claris Corp.:

Apples Softwaretochter hat in Paris eine Europazentrale eröffnet. Ein deutscher Distributor steht noch nicht fest. Allerdings sollen die Produkte bereits im zweiten Halbjahr in Deutsch vorliegen.

Compaq Computer Corp.:

Der texanische Anbieter von High-End-Mikrocomputern hat 1987 den Umsatz auf 1,22 Milliarden Dollar knapp verdoppelt. Der Reingewinn verdreifachte sich von 42,9 auf 13 6,3 Millionen Dollar.

Compugraphic Corp.:

Die Muttergesellschaft Agfa-Gevaert Graphics Inc. möchte ihren Anteil an dem Hersteller von DV-Anlagen für die Druckindustrie von 83 auf 100 Prozent erhöhen. Zwei Aktionäre schießen jedoch quer: Sie klagen gegen das Übernahmeangebot.

Concurrent Computer GmbH:

Durch die hohle Gasse geht jetzt die deutsche DV-Tochter von Perkin-Elmer. Für ihre eidgenössischen Anwender, darunter die Swissair, gründete die Münchner Concurrent GmbH kürzlich eine Vertriebsniederlassung in Küsnacht.

Control Data Corp.:

Zum ersten Mal seit 1984 schloß CDC wieder ein Geschäftsjahr mit schwarzen Zahlen ab. Nach 264,5 Millionen Dollar Minus im Jahr 1986 erzielte der US-Konzern im vergangenen Jahr einen Überschuß in Höhe von 19,3 Millionen Dollar, Der Umsatz ging real zurück, verbesserte sich aber dank der Höherbewertung von Auslandseinnahmen durch den Dollarverfall leicht von 3,3 4 auf 3,3 6 Milliarden Dollar.

Digital Equipment Corp.:

Der Minicomputer-Anbieter aus Massachusetts hat begonnen, drei Millionen Aktien aus dem Markt zu nehmen.

Floating Point Systems Inc.:

Doppelt soviel Verlust wie im Vorjahr mußte dieser kleine amerikanische Produzent von Gleitkommaprozessoren 1987 hinnehmen. Das Unternehmen schrieb 29,2 (14,3) Millionen Dollar in den Wind. Bei einem Umsatz von 84,3 (88,6) Millionen Dollar bedeutet das: FPS verlor pro eingenommenen Dollar 34 Cent.

GEI Systemtechnik GmbH:

Die bisherige 50-Prozent-Beteiligungsgesellschaft des Aachener System- und Softwarehauses GEI in München-Ottobrunn, die GEI Systemtechnik Gesellschaft für Elektronische GEI Informationsverarbeitung mbH, heißt neuerdings "Systemtechnik Berner und Mattner GmbH für Informationsverarbeitung". Die Gesellschafter Hans-Burgmann Berner und Adolf Rudolf Mattner fungieren jetzt als alleinige Gesellschafter.

ICL Deutschland GmbH:

Sogenannte "Excellence Centres" für Anwendungen im Einzelhandel baut die ICL-Gruppe im deutschsprachigen Raum auf. In Deutschland faßt das Unternehmen sein Stuttgarter "Retail Centre " und das Unix-Portierungszentrum in Nürnberg zu einer Einheit zusammen.

Info Gesellschaft für Informationssysteme AG:

Das Hamburger Unternehmen hat 1987 bei Beratung und Schulung (plus 30,6 Prozent) deutlich stärker expandiert als bei den Ausweichrechenzentren (plus 50,3 Prozent). Die RZs brachten 24,3 Millionen Mark Umsatz, die Beratung/Schulung 24,2 Millionen Mark. Größter Posten blieb Handel/Vermietung mit 80,7 Millionen Mark (plus 41,1 Prozent). Die Gesamteinnahmen übertreffen mit 130 Millionen Mark das Vorjahresergebnis um 41,6 Prozent. Der neue Geschäftsbereich Software-Entwicklung erzielte einen Umsatz von mehr als einer Million Mark.

Intel Corp.:

Der bei PC-Prozessoren führende, insgesamt aber eher kleine Chiphersteller hat die Verlustzone verlassen. Nach 173,2 Millionen Dollar Defizit im Jahr 1986 erwirtschaftete das Unternehmen aus dem kalifornischen Santa Clara 1987 einen Reingewinn von 248,1 Millionen Dollar. Der Umsatz stieg, bedingt durch die hohe Nachfrage nach dem (noch) teuren iAPX386, auf 1,91 (1,27) Milliarden Dollar. Für 1988 erwarten die Intel-Manager ein langsameres Wachstum.

Markt & Technik AG:

Der Münchner Verlag für PC-Software, Bücher und Elektronikzeitschriften steigerte 1987 laut Aktionärsbrief den Umsatz um 27 Prozent auf rund 150 Millionen Mark. Die US-Tochter erzielte 10,5 Millionen Dollar.

mbp Software & Systeme GmbH:

Die Dortmunder Hoesch-Tochter schloß das Geschäftsjahr mit einem 20prozentigen Plus auf 84 Millionen Mark ab. Das Unternehmen, das über die Rendite nichts veröffentlichte, plant für dieses Jahr insbesondere Entwicklungen in den Bereichen Industrieautomation, Telekommunikation und Compiler.

Nokia Oy:

Das finnische Industriekonglomerat, das kürzlich die DV-Division von Ericsson übernahm, gründet eine Finanzierungsgesellschaft in der Schweiz. Laut "Financial Times" sollen die kurzfristigen Kredite für neuerworbene ausländische Töchter über die Genfer Niederlassung abgewickelt werden.

Northern Telecom:

Der kanadische Kommunikationskonzern verbesserte 1987 den Umsatz von 4,4 auf 4,9 Milliarden US-Dollar; der Gewinn stieg von 313,2 auf 347,2 Millionen Dollar.

Olivetti-Logabax S.A.:

Die Ing. C. Olivetti SpA., Ivrea, hat nach einem Bericht der "Süddeutschen Zeitung" die industrielle Fertigung dieser Pariser Tochtergesellschaft verkauft. Sechs bisherige Manager der PC-Fabrik seien als Käufer aufgetreten. Neuer Firmenname: B4X. Logabax konzentriere sich auf das Joint-venture mit Bull und die Herstellung von Bankterminals.

PVI Precision Visuals International GmbH:

Die deutsche Vertriebstochter des amerikanischen Herstellers geräteunabhängiger Grafik-Software ist trotz eines Zuwachses von 90 Prozent immer noch ein Umsatzzwerg. Die PVI GmbH schloß das Geschäftsjahr 1987 (30. November) mit 3,8 Millionen Mark ab.

Ulveco Elektronik GmbH:

Der Baden-Badener Anbieter von unterbrechungsfreien Stromversorgungen wurde von der finnischen Firma Fiskars übernommen und vertreibt jetzt auch deren Produkte.

Unisys Corp.:

Der Burroughs-Nachfolger baut bei Barcelona für umgerechnet 90 Millionen Mark ein Werk, in dem das PC-Modell B25 für den europäischen und afrikanischen Markt produziert werden soll.